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Klimaschutz


Soeben sind zwei Briefing Papiere sowie zwei Foliensätze mit ausführlichen Begleittexten zum Themenbereich Klimaschutz erschienen, die von Germanwatch erstellt wurden und frei verfügbar sind.

- Die Industrieländer im Lichte des Emissionsziels der Klimakonvention

- Die Subventionierung des Flugverkehrs

- Foliensatz: Klimaschutz im Fluge ...

- Foliensatz: Der Sturm des globalen Klimawandels und der Investmentsektor

 

Nachfolgend sind die Zusammenfassungen der Dokumente sowie die Einteilung der beiden Foliensätze dargestellt. Die Internetadressen der Originalarbeiten finden Sie jeweils im Anschluß.

 

Die Industrieländer im Lichte des Emissionsziels der Klimakonvention

In der Klimarahmenkonvention haben sich die Industriestaaten darauf verständigt, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 zurückzuführen. Wenngleich dieses Ziel nicht rechtsverbindlich formuliert wurde, so ist die Frage seiner Erreichung doch ein wichtiger Gradmesser für die Ernsthaftigkeit, mit der die Industriestaaten ihren Klimaschutzpflichten nachkommen.

Nachdem die offiziellen Emissionsstatistiken Ende 2002 vom UN-Klimasekretariat veröffentlicht wurden, kann nun die Erfüllung des Emissionsziels der Klimakonvention überprüft werden. Dies erfolgt, differenziert nach einzelnen Ländern und Ländergruppen, in Teil I des vorliegenden Papiers. Nicht überraschend ist, dass die im Übergang zur Marktwirtschaft befindlichen Länder Osteuropas (Transitionsländer) einen starken Emissionsrückgang zu verzeichnen haben, der natürlich nicht auf beherzte Klimaschutzmaßnahmen zurückzuführen ist, sondern vielmehr auf die Umstrukturierung ihrer Wirtschaft. Enttäuschend ist jedoch, dass unter den übrigen Ländern - also den "westlichen Industriestaaten" - nur wenige das Ziel erreicht haben. In dieser Gruppe haben Deutschland, das Vereinigte Königreich und Luxemburg ihr Emissionsziel deutlich überfüllt (> 5% Emissionsrückgang), was jedoch nur zu einem Teil auf eine konsequente Klimaschutzpolitik zurückzuführen ist. Das Ziel wurde ungefähr erreicht von Dänemark, Finnland, Frankreich, Liechtenstein, der Schweiz und Schweden. Alle übrigen Staaten haben das Ziel deutlich verfehlt (> 5% Emissionssteigerung).

Zwei weitere Messgrößen sind bei der Bewertung der Klimaschutzbemühungen eines Landes ebenfalls sehr wichtig: die CO2-Emissionen pro Einwohner und pro Einheit Bruttoinlandsprodukt (BIP). In den Transitionsländern ist in Folge der wirtschaftlichen Umbruchsituation der CO2-Ausstoß sowohl pro BIP-Einheit als auch (mit Ausnahme der Ukraine) pro Kopf zurückgegangen - zum Teil sogar sehr stark. Innerhalb der westlichen Industrieländer ist der Trend weniger einheitlich. Auch hier gibt es eine Gruppe von Staaten, bei denen der Ausstoß sowohl pro Kopf als auch pro BIP-Einheit gesunken ist (Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Schweden, Schweiz und Vereinigtes Königreich). Bei einem Großteil der westlichen Industrieländer ist der Ausstoß pro BIP zwar gesunken, pro Kopf jedoch gestiegen (Australien, Belgien, Griechenland, Irland, Island, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich und USA). Besonders auffallend ist, dass drei Länder mit ohnehin sehr hohem Pro-Kopf-Ausstoß diesen weiter kräftig gesteigert haben: Australien, Kanada und die USA. Nur in Portugal und Spanien sind sowohl pro Kopf als auch pro BIP-Einheit die Emissionen gestiegen. Allerdings gehörten beide im Jahr 1990 zu den drei Ländern mit dem - unter Industrieländern - geringsten pro-Kopf-Ausstoß.

Inwieweit die Industriestaaten ihre Treibhausgasemissionen weiter reduzieren können, hängt entscheidend von Art und Umfang ihrer in diesem Sinne ergriffenen Maßnahmen ab. Ihnen widmet sich Teil II dieses Papiers. Die Untersuchung erfolgt ebenfalls auf der Grundlage einer entsprechenden Veröffentlichung des Klimasekretariats. Festzustellen ist, dass die meisten Klimaschutzmaßnahmen, die in den Länderberichten aufgeführt sind, primär aus anderen Gründen als denen des Klimaschutzes ergriffen wurden. Klimaschutz war also, von wenigen Ausnahmen abgesehen, lediglich ein Nebeneffekt und ein Zusatznutzen dieser Politiken. Allerdings haben die meisten Staaten nach einer langen Zeit des Abwartens Maßnahmen ergriffen, die die Emissionen maßgeblich unter die Entwicklung des Trends drücken. Diese Maßnahmen werden erst in Zukunft ihre volle Wirkung zeigen. Ein zentraler nächster Schritt zum Ergreifen weiterer Maßnahmen wird das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls sein, wozu noch die ausstehende Ratifizierung Russland notwendig ist. Dann wird es für "Zauderer" keine Ausrede mehr geben, Klimaschutzmaßnahmen zu verzögern, da die dann rechtlich verbindlichen Emissionsbegrenzungen in den westlichen Industrieländern nur durch weiteren Klimaschutz erreicht werden können.

Vollständiger Online- und PDF-Text, GermanWatch

 

Die Subventionierung des Flugverkehrs

Die Gefahren des globalen Klimawandels verlangen ein entschiedenes Handeln zur Senkung von Treibhausgasemissionen. Im Flugverkehr herrscht besonders dringender Handlungsbedarf im Hinblick auf den Klimaschutz. Denn erstens ist es das klima-unverträglichste Verkehrsmittel, und zweitens ist die Luftfahrt der einzige treibhausgasintensive Sektor, der auch nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls keine verbindliche Verantwortung im Klimaschutz übernehmen wird, wenn keine weiteren Regelungen getroffen werden.

Dennoch erhält die Luftfahrtbranche massive öffentliche Subventionen und wird dadurch in ihrem Wachstum zusätzlich gefördert. Dies geschieht u.a. durch die Befreiung von Kerosin- und - im internationalen Verkehr - von der Mehrwertsteuer, Subventionierung der Luftfahrtforschung, direkte Zahlungen an Fluggesellschaften, die Unterstützung von Flughafenerweiterungen und - umbauten, Subventionierung der Landverkehrsanbindung und die fehlende Internalisierung externer Kosten.

Besonders stark ist in jüngster Zeit das Wachstum der Billigfluglinien, was naheliegenderweise vor allem an den niedrigen Ticketpreisen liegt. Diese niedrigen Preise entstehen jedoch nicht nur - wie von den Billig-Airlines selbst in erster Linie argumentiert wird - durch Effizienzsteigerungen und weniger Serviceleistungen, sondern zu einem großen Teil durch Subventionen. Auch handelt es sich oft um Preise, die entweder nur für begrenzte Kontingente gelten oder nur in einer - derzeit bei vielen Billigfliegern noch andauernden - Einführungsphase gehalten werden können.

Die fehlende Verantwortungsübernahme im Klimaschutz wird der Luftverkehrsbranche jedoch voraussichtlich große finanzielle Risiken bescheren. Denn künftige Regulierungen (z.B. Besteuerung) werden umso kurzfristiger und damit "heftiger" eintreten, je länger sie hinausgezögert werden.

Auch eine angemessene Verantwortungsübernahme der Flugverkehrsbranche für den Klimaschutz würde die Politik aber nicht von ihrer Verpflichtung entbinden, die massive Subventionierung des Flugverkehrs stark zu reduzieren und auf die gesellschaftlich sinnvollen Bereiche zu begrenzen. Sowohl die Einsparung öffentlicher Gelder als auch die Beseitigung von wettbewerbsfeindlichen Marktverzerrungen sollten Grund genug dafür sein.

Vollständiger Online- und PDF-Text, GermanWatch

 

Foliensatz: Klimaschutz im Fluge ...

Die Präsentation gliedert sich in drei Abschnitte. Der erste Abschnitt soll verdeutlichen, wie groß der Beitrag des Flugverkehrs zum menschgemachten Treibhauseffekt ist. Im zweiten Abschnitt zeigen wir, wie gering bisher die Bemühungen des Flugverkehrssektors sind, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen. Im letzten Abschnitt werden Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, die sich sowohl auf Politik und Wirtschaft beziehen als auch auf den möglichen Beitrag jeder/s Einzelnen.

Vollständiger Foliensatz, GermanWatch

 

Foliensatz: Der Sturm des globalen Klimawandels und der Investmentsektor

Die Präsentation gliedert sich in vier Abschnitte. Der erste Abschnitt "Zeit zu handeln" soll verdeutlichen, wie dringend Maßnahmen zur Verringerung des menschgemachten globalen Klimawandels und zur Linderung seiner Folgen sind. Der zweite Abschnitt zeigt, welchen Risiken der Finanzsektor durch den globalen Klimawandels ausgesetzt ist. Anschließend wird aufgezeigt, wie der Finanzsektor bereits jetzt auf Klimarisiken reagiert. Die Präsentation endet mit einem kurzen Blick auf die Frage: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Verhalten von  Unternehmen in Umweltfragen und ihrem wirtschaftlichen Erfolg?

Vollständiger Foliensatz, GermanWatch

13. Mai 2003


Quellen und weitere Informationen:

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Quelle: Mitteilung Umweltbundesamt, UBA

 


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