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Ein neues, im Labor- und Technikummaßstab erprobtes
Verfahren ermöglicht seit einiger Zeit die äußerst kostengünstige
Produktion der Alkalihydride und dürfte bei Eingang in die
großtechnische Praxis eine Reihe konventioneller Technologien ersetzen
bzw. revolutionieren..
Diese neue, HYDROTHERM - Verfahren genannte
Technik, ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich einer von
Dipl.-Chem. Friedrich Suppan entdeckten Reaktion bedient, in welcher
die Alkalimetalle durch Alkalihydroxide und der Wasserstoff durch
Kohlenstoff ersetzt wird.
Diese Reaktion, die dadurch besonders interessant
ist, dass an die Stelle von reinem Kohlenstoff auch organische
kohlenstoffhaltige Verbindungen treten können, führt in Gegenwart
eines Katalysators bei erhöhten Temperaturen einerseits zu den
erwähnten Alkalihydroxid und andererseits zu Alkalicarbonaten und
Wasserstoff.
Folglich kann die neue Technik dazu dienen,
beispielsweise industrielle Abfälle, wie Altreifen, Altöl, Bitumen,
Teere, Ölschlämme, Erdgas und Raffineriegase, Pappe, Stroh, Sägemehl,
Textilabfälle und vieles mehr rationell zu entsorgen und sinnvoll zu
verwerten.
Dabei ist auch die energetische Betrachtung von
außerordentlichem Interesse:
Ein Großteil der genannten Stoffe hat sich unter
Energieverbrauch gebildet. Werden die Substanzen in Kohlenstoff - und
Wasserstoffatome aufgespalten, geben sie folglich die Bildungsenergie
in Form von Wärme wieder ab.. Hinzu kommt, dass auch die entstehenden
Produkte, Natriumcarbonat und Natriumhydrid, ebenfalls bei ihrer
Bildung Wärme abgeben und die Zusammenlagerung von Wasserstoffatomen
zu Wasserstoffmolekülen gleichfalls unter Energieabgabe erfolgt.
Die Folge davon ist, dass nach der Startphase die
Energiezufuhr abgeschaltet wird, weil die Reaktion selbst die Wärme
produziert, die für ihren Ablauf erforderlich ist.
Allein aus dem Wenigen, was bis jetzt geschildert
wurde, wird ersichtlich, welchen enormen Nutzen der HYDROTHERM-PROCESS
einerseits für den Umweltschutz, andererseits aber insbesondere für
die industrielle Praxis bietet und das sich Möglichkeiten eröffnen,
die bisher undenkbar schienen..
So können die nach dem HYDROTHERM-PROCESS erzeugten
Alkalihydride und der Wasserstoff direkt für die Gewinnung
kostspieliger Metalle, z. B. Kupfer, Nickel, Molybdän, Mangan, Kobalt
und andere eingesetzt werden.
Da diese Metalle aus Abfällen und Magererzen auf
einfachem Wege in hoher Reinheit zu produzieren sind, lassen sich die
handelsüblichen Metallpreise problemlos unterbieten.
Ein auf der HYDROTHERM - Technologie basierendes
Unternehmen könnte so in sehr kurzer Zeit extrem hohe Gewinne erzielen
und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen schaffen.
Der Einsatz des neuen Verfahrens etwa im stark
subventionierten deutschen Steinkohlenbergbau ermöglicht die
kostengünstige Vergasung der Kohle bereits unter Tage und kann so
einen besonders sauberen und preiswerten Energieträger in Form des
erzeugten Wasserstoffs liefern. Ähnlich kann mit der Braunkohle
verfahren werden.
Aus allem dürfte die Schlussfolgerung erlaubt sein,
dass der HYDROTHERM-PROCESS die Ökologie wirtschaftlich und die
industrielle Produktion profitabler machen kann.
Das im HYDROTHERM-PROCESS anfallende Alkalihydrid
kann durch Zugabe von Wasserdampf einen besonders reinen Wasserstoff
liefern, der in Brennstoffzellen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad in
Wasser und Energie umgewandelt werden kann.
Durch die kostengünstige Herstellung des
Alkalihydrids ist damit für den Wasserstoff ein Preis möglich, der ihn
ab sofort zu einem ernsthaften Konkurrenten der konventionellen
Treibstoffe, wie Benzin, Diesel etc. machen könnte..
Aber nicht nur für die westlichen Industrieländer
kann der HYDROTHERM-PROCESS neue Perspektiven bieten;. für einen
gravierender Wandel kann er auch in der Wirtschaft vieler Erdöl
exportierender Länder sorgen, sofern man konsequent die Möglichkeiten
des HYDROTHERM-PROCESS nutzt und ausbaut.
Die angesprochenen Länder verfügen in sehr vielen
Fällen nur in geringem Maße über trinkbares Wasser. Genau das kann
ihnen aber die neue Technologie liefern, denn mit Hilfe von
Wasserstoff und Alkalihydriden, die beide aus Erdgas oder Ölschlämmen
erzeugt werden können, entsteht entweder durch Verbrennung mittels
eines Katalysators oder eines Metalloxids das gewünschte Trinkwasser
oder auch durch Oxidation in Brennstoffzellen, wobei in letzterem Fall
neben dem Wasser für die Versorgung der Bevölkerung und die
Bewässerung der Felder noch zusätzlich Energie gewonnen wird.
Außerdem können diese Länder bereits jetzt die
Grundlage für den Einstieg in die Wasserstofftechnologie legen.
Neben Wasserstoff und Alkalihydrid liefert der
HYDROTHERM-PROCESS auch Alkalicarbonate, wie etwa Soda.
Aus diesen Produkten wird zweckmäßigerweise
Kohlendioxid abgespalten, welches in Algenzuchten zu Alginsäure,
Lebensmittelfarbstoffen, chemischen und pharmazeutischen Grundstoffen,
Düngemitteln, Biomasse etc. umgewandelt wird. Eine auf Kohlendioxid
basierende Industrie dürfte durchaus interessante wirtschaftliche
Perspektiven aufweisen.
Die von Otto Hahn entdeckte Kernspaltung hat das
Atomzeitalter eingeläutet und die technischen Grundlagen für den Bau
der Wasserstoffbombe gelegt, die fruchtbare Gebiete in öde Wüsten
verwandeln kann.
Der HYDROTHERM-PROCESS dagegen kann und soll den
Wasserstoff nutzen, um aus öden Wüsten blühende Landschaften zu
machen.
Im übrigen haben wir u.a. auch ein Verfahren
entwickelt, mittels dessen Atom-Müll gesichert entsorgt werden kann
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