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Sortieren und speichern in der
Nantotechnologie
"Die MOF-Regalsysteme können sogar das Einsortieren von entsprechenden
Molekülen selbst übernehmen und werden als Speicher für Wasserstoff
und Kohlenwasserstoffe momentan intensiv diskutiert", erklärt Prof.
Wöll. Kürzlich konnte in der Arbeitsgruppe von Prof. Fischer
(Anorganische Chemie) gezeigt werden, dass die Poren diese
Regalsysteme mit metallischen Nanopartikeln beladen werden können, die
wichtige Funktion z.B. in der heterogenen Katalyse ausführen können.
Für weitere Anwendungen etwa im Bereich der Nanotechnologie ist es nun
wichtig, diese MOF-Strukturen in vorgegebener Art und Weise auf festen
Unterlagen zu verankern, um sie anschließend kontaktieren zu können.
"Unser Ziel es ist, die MOFs auf geeigneten und schon vorkontaktierten
Oberflächen aufzuwachsen", so Prof. Wöll. "Anschließend wollen wir sie
mit metallorganischen Verbindungen beladen, so dass schließlich
funktionsfähige Bauteile entstehen." Mit dieser Aufgabe befassen sich
in dem neuen Forschungsschwerpunkt der EU neun Partner in Spanien,
Großbritannien, Polen, Frankreich und Deutschland. Das von Bochum aus
koordinierte Projekt wird mit 2,5 Millionen Euro für drei Jahre
gefördert.
Abbildung:
Metallorganische Käfigstrukturen bestehen aus einer organischen
Verbindungseinheit (Zylinder) und einem metallhaltigen Kupplungsstück
(Pyramiden). Ziel des EU-Projekts ist, dass sich diese MOFs nach
Eintauchen eines speziellen Substrats in eine Mischung von
Verbindungseinheiten und Kupplungsstücken auf der Unterlage selbst
zusammenbauen. Die entstehenden Käfigstrukturen können mit
metallischen Nanoteilchen beladen werden.
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