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An der Entstehung und Manifestierung von
Krebserkrankungen sind häufig fehlerhafte Signalübertragungen
innerhalb der Zelle beteiligt. Aktivierungsprofile zellulärer
Signalproteine können daher als Grundlage für die Klassifizierung von
Tumoren dienen. Die UKE-Wissenschaftler nutzen hierfür bestimmte in
den Zellen vorhandene Eiweißmoleküle, so genannte SH2-Domänen, als
Sensoren für den Nachweis der aktivierten Signalproteine.
Dr. Nollau und seinen Kollegen ist es nun gelungen,
im Labor hergestellte SH2-Domänen mit DNA-Molekülen so zu markieren,
dass sie bei der Analyse eindeutig identifiziert werden können. Damit
ist es möglich, besonders viele der insgesamt 120 unterschiedlichen
SH2-Domänen gleichzeitig einzusetzen, so dass nur eine sehr kleine
Gewebe- oder Blutprobe benötigt wird, um aussagekräftige
Untersuchungsergebnisse zu erhalten.
Erste Untersuchungen in Kooperation mit Priv.-Doz.
Dr. Martin Horstmann, Klinik für Pädiatrische Hämatologie und
Onkologie, und Prof. Dr. Walter Fiedler, II. Medizinische Klinik,
haben die Anwendbarkeit der Methode auf klinische Proben bestätigt. In
Zusammenarbeit mit der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und
Onkologie soll nun demnächst eine größere Zahl von Kinderleukämien
untersucht werden. Ziel ist es, zu klären, ob und wie die neue Methode
zuverlässig in die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen im
Klinikalltag eingeführt werden kann.
Das seit dem Jahr 2001 durchgeführte Projekt wird
von den National Institutes of Health (NIH) gefördert. |