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Foto 1: Wissenschaftlerin des Institutes für
Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für
Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig auf der Suche nach Pilzbefall
in einem Winterrapsbestand mit Schwefelmangelsymptomen im Vorharz
Foto: Schnug

Foto 2: Detailaufnahme von Schwefelmangelsymptomen an
Winterrapsblättern im Herbst
Foto: Schnug
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Wissenschaftler/innen des Institutes für
Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für
Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig haben bei der diesjährigen
Herbstinventur von Rapsbeständen festgestellt, dass bundesweit gehäuft
bereits jetzt im Herbst sichtbare Schwefel-Mangelsymptome in
Winterrapsbeständen auftreten (Fotos).
Typisch für Schwefel-Mangel an Rapsblättern sind im Gegenlicht (Foto
1) hellgrün erscheinende Pflanzen und Bestände und insbesondere eine
charakteristische Marmorierung, bei der die Bereiche um die Blattadern
dunkelgrün bleiben und die Bereiche dazwischen aufhellen (Foto 2).
S-Mangelpflanzen treten im Feld gruppenweise auf, wobei die Flecken im
Feld stets unregelmäßig verteilt sind. Diese treten vorzugsweise
zunächst dort auf, wo die Böden leichter, grundwasserfern oder auch
verdichtet sind. Das frühere Auftreten von akutem S-Mangel erklären
die Wissenschaftler/innen mit einer Erschöpfung von S-Vorräten in
tieferen Bodenschichten und aktuell hohen Mengen an mineralischem
Stickstoff (N) im Boden, denn eine hohe N-Versorgung fördert auch die
Entwicklung von S-Mangelsymptomen.
S-Mangel vor Winter beeinträchtigt die Vitalität der Pflanzen und
deren natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten. Die
Wissenschaftler/innen konnten gemeinsam mit Kollegen/innen des
Scottish Agricultural College (SAC) in Aberdeen, Schottland, in
mehrjährigen Feldversuchen nachweisen, dass S-Mangelpflanzen
signifikant geringere Gehalte an für die Resistenzbildung wichtigen
Inhaltstoffen, wie z.B. Glutathion enthalten und eine erhöhte
Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, wie z. B. die Phoma Wurzel- und
Stengelfäule (Leptosphaeria maculans), zeigten. Zur Stärkung der
Pflanzen vor Winter empfehlen die Wissenschaftler/innen in Beständen
mit Mangelsymptomen umgehend noch eine Schwefel-Düngung von 20-30 kg
Schwefel pro Hektar auszubringen.
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