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Am WZU der Universität Augsburg sind das Wasser und
der zukunftsfähige Umgang mit diesem essentiellen Lebenselement einer
der zentralen Forschungsgegenstände. "Es geht darum", so Reller, "den
Zustand von Wasser in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu
ermitteln. Und zugleich kommt es uns darauf an, unsere entsprechenden
Einsichten und Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln,
um das Bewusstsein für die Bedeutung des Wassers und seiner Qualität
zu schärfen bzw. zu wecken."
WASSERHERKUNFT UND WASSERQUALITÄT
Beim Thema Wasser spielen regionale Besonderheiten
stets eine zentrale Rolle. Am WZU kümmert sich insbesondere Prof. Dr.
Wolfgang Poschwatta vom Lehrstuhl für Sozial- und
Wirtschaftsgeographie um verlässliche Bestandsaufnahmen regionaler
Wasserzustände. Mit Fröhles Studie sind dabei jetzt erstmals Wässer
höchsten Standards in den Blick genommen worden. In Zusammenarbeit mit
drei mittelständischen Mineralbrunnenbetrieben wurden die
Zusammenhänge von Wasser-Herkunft und -Qualität an drei Beispielen
eruiert. Ziel war es, einen möglichst umfassenden Katalog mit
Qualitätskriterien für Mineralwasser zu erarbeiten.
UMFASSENDES BEWERTUNGSSCHEMA FÜR
MINERALWASSERQUALITÄT
Was macht die Qualität eines Mineralwassers aus?
Fröhle hat hierzu einen umfangreichen Kreis einschlägiger Experten aus
den Bereichen Chemie, Mikrobiologie, Hydrogeologie, Physik und
Medizin, aber auch Fachleute aus dem Bereich der alternativen
Qualitätsprüfung befragt. Aus den je nach Ausrichtung des jeweiligen
Experten resultierenden sehr unterschiedlichen und auch sehr
unterschiedlich gewichteten Kriterien, die ihm genannt wurden, hat
Fröhle ein umfassendes Bewertungsschema für Mineralwasser mit
insgesamt 25 Qualitätsfaktoren entwickelt.
QUALITÄTSFAKTOREN JENSEITS GESETZLICHER STANDARDS
Zu diesen Qualitätsfaktoren zählen zum einen
Selbstverständlichkeiten wie ein guter Geschmack, eine konsequente
Qualitätsüberwachung, ein sicherer Quellschutz oder die Freiheit von
Rückständen aus Landwirtschaft, Industrie oder Arzneimitteln.
Aufgenommen wurden darüber hinaus auch Kriterien, die in der
Mineralbrunnenbranche eher strittig sind: so die Qualität der
Verpackung, die Freiheit von Radioaktivität oder die gesundheitlich
positive Mineralisation. Darf ein Mineralwasser mit Giftstoffen in
Kontakt gekommen sein? Darf man es wirklich aufbereiten? Soll es eine
lebensfördernde innere Struktur aufweisen? Darf es mit
elektromagnetischer Strahlung in Kontakt kommen? Auf der Suche nach
optimaler Mineralwasserqualität hat Fröhle sich nicht mit den
Antworten begnügt, die die gesetzlichen Standards auf solche Fragen
geben.
Mit Rainer Fröhle kooperiert und seine
Untersuchungen unterstützt haben die Firmen "Romina Mineralbrunnen" in
Reutlingen und "Staatliches Bad Brückenauer Mineralwasser" sowie die
Privatbrauerei Ketterer im Schwarzwald. Präsentiert wurde die
WZU-Studie im Zusammenhang mit der Markteinführung des
Ketterer-Produkts "Hornberger Lebensquell", eines völlig
naturbelassenen Mineralwassers. |