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Präsident George Bush und der US-Kongress sind
dabei, über das Energiesicherungsgesetz die Biomassewirtschaft als
Stützpfeiler der US-Ökonomie zu verankern. Europa dagegen muss seinen
Weg bei der Biomassewirtschaft erst noch finden: Während die USA die
Entwicklung von Bioenergie, Biokraftstoffen und biobasierten Produkten
mit jährlich rund 360 Mio. US-Dollar fördern, hat die EU die Forschung
zur Nutzung von Biomasse in sechs Jahren nur mit insgesamt 75 Mio.
Euro unterstützt. Das 7. EU-Rahmenprogramm soll diese Differenz nun
verringern.
Die USA und EU wollen ihre Zusammenarbeit auf dem
Biomassesektor intensivieren. Zu den Zielen gehört die Verbesserung
der Prozesseffizienz. Prozesse, die Biomasse verarbeiten, nutzen heute
etwa 59 Prozent des Rohstoffs aus, angestrebt sind die bei Prozessen
mit Erdöl erreichbaren 80 Prozent. Ein anderer Schwerpunkt ist die
Entwicklung von Lignocellulose-Feedstock-Bioraffinerien, die aus den
Gerüstsubstanzen von Pflanzen und Pflanzenresten Rohstoffe für
Kraftstoffe, Chemikalien und Polymermaterialien gewinnen sollen. Zudem
wollen beide Wirtschaftsräume die steuerliche und ökonomische
Biomasse-Förderung koordinieren. |