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Pilotanlage VERENA zur Erzeugung von Wasserstoff aus
Biomasse.
Foto: Forschungszentrum Karlsruhe

Kontrollierte Wasserstoffexplosion im
Wasserstoff-Sicherheitszentrum.
Foto: Forschungszentrum Karlsruhe
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Ein alltagstauglicher Baustein nachhaltiger
Energieversorgung - etwa in Gestalt der Brennstoffzelle - ist
Wasserstoff noch längst nicht. Bedeutenden Vorteilen (hoher
Energieinhalt, nahezu schadstofflose Energiefreisetzung) stehen ebenso
gewichtige Schwierigkeiten gegenüber. Diese betreffen insbesondere die
Erzeugung des flüchtigen Energieträgers, seinen Transport und seine
Speicherung sowie den sicheren Umgang mit ihm. Am Forschungszentrum
Karlsruhe arbeiten rund 50 Wissenschaftler und Ingenieure daran, die
ungelösten Fragen dieser Themengebiete ein entscheidendes Stück
voranzubringen. Jetzt haben sie sich zur HyTecGroup
zusammengeschlossen, dem größten deutschen Forschungsstützpunkt auf
dem Gebiet der Wasserstofftechnologie.
"Ausgangspunkt der HyTecGroup ist ein integrierter,
fächerübergreifender Ansatz, der es den beteiligten Forschern
ermöglicht, ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Ideen zielorientiert zu
bündeln", sagt Dr. Maximilian Fichtner, Gruppenleiter am Institut für
Nanotechnologie des Forschungszentrums und Sprecher der HyTecGroup.
"Zahlreiche nationale und internationale Forschungspartner sowie
gemeinsame Projekte mit namhaften Automobilherstellern und
Energieversorgungsunternehmen sprechen für die Überzeugungskraft
dieses Konzeptes", ergänzt Dr. Thomas Jordan, Wissenschaftler am
Institut für Kern- und Energietechnik des Forschungszentrums.
Die HyTecGroup vernetzt die Arbeiten von 5 der 22 Institute des
Forschungszentrums: Am Institut für Technische Chemie wird in einer
Pilotanlage nasse Biomasse in ein wasserstoffreiches Produktgas
umgewandelt. Am Institut für Mikroverfahrenstechnik zielen die
Arbeiten dagegen auf die mobile Erzeugung von Wasserstoff, und zwar
mithilfe so genannter Mikrostrukturreaktoren, die in Kraftfahrzeugen
oder Privathaushalten Verwendung finden können. Am Institut für
Nanotechnologie werden Speicher auf der Basis von Nanomaterialien
entwickelt, die eine schnelle Aufnahme und Abgabe großer
Wasserstoffmengen ermöglichen. Am Institut für Kern- und
Energietechnik erkunden die Wissenschaftler in Experimenten und
Simulationen den sicheren Umgang mit Wasserstoff. Am Institut für
Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse schließlich werden die
Chancen und Risiken einer künftigen Wasserstoff-Wirtschaft denjenigen
anderer Energieträger systematisch gegenübergestellt.
Die Arbeiten der HyTecGroup sind eingebettet in die Forschungsbereiche
des Forschungszentrums Karlsruhe für "Energie",
"Schlüsseltechnologien" und "Erde und Umwelt". Gemeinsamer Fokus der
hier betriebenen Arbeiten sind die zunehmend wichtigen Fragen nach der
Erzeugung und der Umwandlung von Energie. Erklärter Anspruch des
Forschungszentrums ist es dabei, Primär- wie Sekundärenergieträger im
Hinblick auf Ressourcenschonung, Versorgungssicherheit und
Umweltverträglichkeit umfassend zu erforschen.
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