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Die im Projekt verwendete Versuchsanlage setzte
nieder-molekulare Kohlenhydrate wie Glukose, Fructose, Xylose und
Saccharose mittels reduktiver Hydrothermolyse in über- und
unterkritischem Wasser in die gewünschten kurzkettigen Polyalkohole
um. Die besten Ergebnisse wurden mit dem Katalysator Ruthenium bei
Temperaturen zwischen 150 und 250 °C erzielt. Die Polyole konnte Dow
anschließend erfolgreich bei der Herstellung von Polyurethanen
einsetzen.
Damit erschließt sich für die Kunststoffproduktion
eine völlig neue Rohstoffbasis. Kohlenhydrate werden aus Pflanzen wie
der Zuckerrübe isoliert, die in Deutschland großflächig angebaut
werden und weniger starken Preisschwankungen unterliegen als
petrochemische Rohstoffe.
Das Verfahren soll in einem nächsten Schritt in den
Pilotmaßstab überführt werden. Forschungsbedarf besteht noch bei den
eingesetzten höhermolekularen Kohlenhydraten. Die Wirtschaftlichkeit
könnte erhöht werden, wenn sich auch Stärke oder Cellulose durch
reduktive Hydrothermolyse umwandeln ließen. Bislang wurden mit diesen
Rohstoffen jedoch noch nicht die gewünschten Umsätze erreicht.
Die FNR ist Projektträger des Bundesministeriums
für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und fördert
Forschung und Entwicklung, Markteinführung und Verbraucherinformation
im Bereich nachwachsende Rohstoffe. |