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Um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken, reicht
es nicht, die Freisetzung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2)
zu steuern - es müssen auch Wege gefunden werden, entstehende Gase
dauerhaft unschädlich zu machen. Für die "Nachrichten aus der Chemie"
haben die Experten Aloys Hüttermann, Professor für Forstbotanik im
Ruhestand, und sein Kollege Jürgen O. Metzger, Professor für
organische Chemie der Universität Oldenburg, die derzeit angewandten
Methoden analysiert. So lässt sich Kohlendioxid zum Beispiel
chemisch-technisch aus Abgasen entfernen und anschließend dauerhaft
fixieren. Zu den Methoden gehören die Rauchgasdekarbonisierung durch
Monoethanolamin sowie die Kohlevergasung mit Sauerstoff unter Druck
und anschließender CO2-Abtrennung.
Eigene Untersuchungen auf dem Gebiet der
Waldschadensforschung und der Nachhaltigkeit in der Chemie veranlassen
die Experten jedoch, den Politikern eine Alternative zu empfehlen: die
Fixierung von CO2 in Pflanzen.
Würde man Problemgebiete wie Wüsten und
Erosionsflächen sachkundig aufforsten, könnten die Pflanzen nicht nur
CO2 in großen Mengen festlegen - auch Teile des globalen Energie-,
Treibstoff- und Chemikalienbedarfs könnten so gedeckt und, vor allem
in den ländlichen Regionen von Entwicklungsländern, neue Arbeitsplätze
geschaffen werden. |