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Die Europäische Union führt seit Februar 2004 ein
Schadstoffemissionsregister, das so genannte EPER - European Pollutant
Emission Register. Es registriert bereits den Ausstoß von mehr als 50
Schadstoffen in Luft und Wasser. Diese entstehen in zahlreichen großen
Industriebetrieben - etwa der Energiewirtschaft, der chemischen
Industrie, der Metall- und Lebensmittelindustrie und der
Papierherstellung, - sowie durch intensive Tierhaltung und Deponien.
Das "neue" PRTR löst künftig nicht nur das bestehende EPER ab, es
erweitert zudem die Informationspflicht: Ab jetzt sind 91 Schadstoffe
und 65 berichtspflichtige Tätigkeiten (statt bisher 56)
berücksichtigt. Die EU-Mitgliedstaaten berichten nun auch über
Emissionen in den Boden, die Verbringung der Abfälle sowie über
diffuse Emissionen.
Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete - wie
viele andere EU-Mitgliedstaaten auch - das PRTR-Protokoll der
Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN-ECE) und
verpflichtet sich damit, ein PRTR zu errichten und zu betreiben. Die
Arbeiten hierzu orientieren sich eng an den europäischen Vorgaben.
Deutschland veröffentlicht die Daten seiner
berichtspflichtigen Betriebe seit Anfang 2004 im Internet unter
www.eper.de. Die Seiten erstellt die Landesanstalt für Umwelt,
Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg im Auftrag des
Umweltbundesamtes (UBA). Das wachsende Interesse der Öffentlichkeit an
diesen Informationen erfordert, Inhalte und Analysewerkzeuge zu
optimieren. Nutzerinnen und Nutzer können die umfangreichen Daten
beispielsweise als interaktive Karten einsehen. Diese lassen sich auch
kopieren und drucken. Fachleute aus Industrie, Verbänden und Behörden
können zusätzliche Informationen (Rubrik "Experten") nutzen.
Unter www.prtr.de gibt es mehr Informationen über
das PRTR sowie einen eigenen Newsletter, der regelmäßig über nationale
und europäische Aktivitäten beim PRTR berichtet. |