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Studenten des Kurses über Neutronenstreuung an einem
Kleinwinkel-Experiment

Studenten des Kurses über Neutronenstreuung an einem
Multidetektor
Fotos: HMI / Peter Witt
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Agnieszka Molendowska, Doktorandin in
technischer Chemie an der schottischen University of Strathclyde, ist
beeindruckt wie viel Information man während des nur einwöchigen
Kurses vermitteln konnte. Sie findet es spannend zu sehen, was man an
den verschiedenen Anlagen mit Hilfe von Neutronen über den Aufbau von
Materie erfahren kann und ist überzeugt, dass sie selbst einige
Verfahren wie zum Beispiel die so genannte
Neutronenkleinwinkelstreuung in ihrer Arbeit einsetzen wird. Noch
keine konkreten Ideen für ein eigenes Experiment haben Axel Pelka und
Marcos Schöneborn von der Universität Bonn. Sie sind froh jetzt einen
Überblick zu haben, was man mit Neutronen machen kann. So können sie
in Zukunft erkennen, ob sie eine Frage, die in ihrer Forschung
aufkommt mit einem Experiment am Hahn-Meitner-Institut beantworten
könnten. Besonders beeindruckt sind die beiden Bonner Chemiker vom
Engagement und von der Begeisterung der Wissenschaftler, die im Kurs
ihre Anlagen vorgestellt haben und geben gleichzeitig zu, dass ein so
dichtes Programm einiges an Nachbereitung nötig machen wird. Anders
als die Doktoranden hat Dr. Peer Schmidt von der TU Dresden schon
genaue Pläne für Experimente, die er demnächst am
Hahn-Meitner-Institut durchführen möchte. Der Kurs diente ihm als
Einführung und praktische Vorbereitung für seine
Neutronenstreumessungen.
Während des Neutronenstreukurses stellten an zwei Tagen
Wissenschaftler des Hahn-Meitner-Instituts in Vorlesungen die Theorie
der Neutronenexperimente vor; an den drei übrigen Tagen konnten die
Kursteilnehmer sechs Anlagen kennen lernen, an denen man mit Neutronen
verschiedene Fragestellungen untersuchen kann. Sie erfuhren, wie man
mit Neutronen Form und Größe von Nanoteilchen bestimmt, magnetische
Strukturen erforscht, dünne Schichten untersucht oder zerstörungsfrei
Bilder aus dem Inneren eines Verbrennungsmotors erzeugt.
Am Ende sollten die Teilnehmer aber nicht nur die verschiedenen
Neutronenverfahren kennen, sondern auch wissen, dass das Angebot, am
Hahn-Meitner-Institut Experimente mit Neutronen zu untersuchen, allen
interessierten Wissenschaftlern offen steht. Um Messungen durchführen
zu können, muss man in einem Nutzungsantrag die Ziele des Experiments
beschreiben. Eine internationale Kommission von erfahrenen
Neutronenforschern wählt dann die besten Anträge aus und weist ihnen
Messzeit zu. In der Regel ist die Durchführung von Experimenten am
Hahn-Meitner-Institut kostenlos.
Der jetzt zu Ende gegangene Kurs für 30 junge Forscher wurde
finanziell von der Europäischen Union im Rahmen des Programms "NMI3"
(Initiative für Neutronenstreuung und Myonenspektroskopie) gefördert.
Das Hahn-Meitner-Institut gehört zu den führenden Einrichtungen auf
dem Gebiet der Forschung mit Neutronen und unterhält eine von vier
Neutronenquellen in Deutschland. Eine weltweite Spitzenposition hat
das Institut auf dem Gebiet extremer Probenumgebungen. Das heißt, dass
hier Materie mit Neutronen untersucht werden kann, während sie sehr
starken Magnetfeldern und sehr tiefen Temperaturen ausgesetzt ist.
Das Hahn-Meitner-Institut wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und
ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher
Forschungszentren. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 15
Forschungszentren und 24 000 Mitarbeitern die größte
Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
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