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Ausgezeichnet werden damit seine herausragenden
Forschungsarbeiten im Bereich der Entwicklung und Charakterisierung
von heterogenen Katalysatoren. Seine Forschung umfasst das
interdisziplinäre Zusammenspiel zwischen der Synthese von
Katalysatoren, deren Strukturaufklärung mittels spektroskopischer
Methoden und der Ermittlung kinetischer Daten. Hierbei gelang es ihm,
neue Wege der In-situ-Charakterisierung zu beschreiten, die eine
wichtige Rolle für die Erstellung von Struktur-Aktivitätsrelationen
spielen. Eine besondere Herausforderung war die Nutzung von
überkritischem Kohlendioxid und die Entwicklung von
in-situ-spektroskopischen Methoden für Reaktionen in überkritischen
Fluiden. Dabei hat er grundlegende Ergebnisse zur Verwendung von CO2
als Lösungsmittel sowie auch als Reaktant vermittelt. Derartige
Prozesse sind bedeutsam für die Anwendung von CO2 als
"Green Solvent" oder als Wasserstoffträger und spielen auch in
Hinblick auf eine nachhaltige Synthesechemie eine wichtige Rolle.
Jan-Dierk Grunwaldt (Jahrgang 1968) ging nach dem
Hochschulstudium an der Universität Hamburg 1993 als Kékulé-Stipendiat
an die ETH Zürich, wo er seine Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet
der heterogenen Katalyse im Rahmen seiner Promotion bei Prof. Alfons
Baiker im Institut für Chemie- und Bioingenieurswissenschaften begann
(Abschluss 1998). Dabei gelang es ihm, auf dem damals noch weitgehend
unerforschten Gebiet der Goldkatalyse einen relevanten Beitrag zum
Verständnis der heterogenen Goldkatalysatoren zu leisten. Es folgte
eine dreijährige Forschungstätigkeit bei dem international anerkannten
Katalysator- und Engineeringunternehmen Haldor Topsøe A/S (Kopenhagen,
DK), wo er eine Reihe von Projekten im Bereich der Grundlagen- und
angewandten Forschung leitete. Mit der Rückkehr an die ETH Zürich im
Jahre 2001 erweiterte er dort seine Aktivitäten vor allem auf den
Bereich der In-situ-Spektroskopie an Flüssig-Fest-Systemen sowie auf
Reaktionen in überkritischen Fluiden. Kooperationen an der ETH Zürich,
aber auch mit Industrieunternehmen und einer Vielzahl von
international renommierten Arbeitsgruppen erweitern seine Aktivitäten.
Dr. Jan-Dierk Grunwaldt ist Autor von über 65
Publikationen. Er war Stipendiat verschiedener Förderorganisationen
und wurde 2003 mit dem "Young Scientist Award" bei der Internationalen
Katalysekonferenz in Paris ausgezeichnet. Wichtig ist ihm auch die
Förderung von jungen Talenten in der Chemie. Zusammen mit weiteren
ehemaligen Teilnehmern an der Chemie-Olympiade sowie mit Schulen,
Hochschulen und Industrieunternehmen gab er durch die Gründung und dem
mehrjährigen Vorsitz des Fördervereins Chemie-Olympiade e.V. der
deutschen Bildungslandschaft wichtige Impulse.
Der Jochen-Block-Preis wird zu Ehren des ersten
Vorsitzenden und Mitbegründers der DECHEMA-Fachsektion Katalyse, Prof.
J.H. Block, verliehen. Prämiert werden Forschungsarbeiten junger
Nachwuchskräfte, die sich durch grundlegende und originelle
Entwicklungen auf dem Gebiet der Katalyse hervorgetan haben. |