|

Prototyp: Hydrotherm-Reaktor
|
"Diese Frage der Effizienz wird zunächst
belächelt und immer dann verneint, wenn man auf einer konventionellen
Denkweise verharrt und in Industrie und Wirtschaft mit herkömmlichen
Verfahren den globalen Herausforderungen zu begegnen gedenkt", erklärt
Wolfgang Kraft, Leiter des Instituts für creatives
Innovationsmanagement und Unternehmensstrategie (ICI) im
pressetext-Interview. Das Hydrotherm-Verfahren gehöre zu einer Gruppe
intelligenter Technologien, die in der Lage sind, dem Postulat des
Faktor-4-Anstiegs der Öko-Effizienz nahe zu kommen, so Kraft.
"Ursprünglich suchte Suppan nach einer Möglichkeit, Sondermüll und
industrielle Rückstände effizient zu entsorgen." Beim so genannten
Waschmaschinen-Effekt wird der Sondermüll wie etwa Altöl, Stroh,
Rapskuchen, Sägemehl, Pappe, Teer, Altreifen, Bitumen oder Polyethylen
mit 600 - 900 Grad Celsius zersetzt. Dabei entstehen neben Wasserstoff
Alkalihydride und Carbonate. "Die in diesem System entstehenden Gase -
Wasserstoff und flüchtige Alkalihydride - werden zur Gewinnung
kostspieliger Metalle verwendet", erklärt Kraft.
"Das Hydrotherm-Verfahren ist indes auch in der Lage Trinkwasser,
Biomasse, Algenkulturen, Düngemittel, Grundstoffe für die
Pharmazeutische und Chemische Industrie zu gewinnen", erklärt Kraft.
"Und all diese Grundstoffe sogar zu dramatisch günstigen
Produktionskosten." Aus den Rückständen, die bei der Gewinnung von
Metallen entstehen, lassen sich mit geringem Aufwand Baustoffe
produzieren. "Mit Hilfe eines Kilogramms Methan, das derzeit auf den
Erdölfeldern weltweit abgefackelt wird, können 12 Kilogramm Kupfer,
2,8 Kilowattstunden elektrische Energie und 1,125 Kilogramm reines
Trinkwasser gewonnen werden. Die Nutzung von Ölschlämmen erweitert die
skizzierte Möglichkeit um ein Vielfaches."
"Das Charakteristikum des Hydrotherm-Verfahrens, die Alkalihydride,
wird der Wasserstoff-Technologie neue Impulse verleihen und beim
Verkauf von Wasserstoff verbrauchenden Fahrzeugen den entscheidenden
Aufschwung erzeugen, da der neue kostengünstig produzierte und
verkaufte Treibstoff mittelfristig ebenso selbstverständlich wie
Benzin getankt werden und zudem wesentlich effizienter genutzt werden
kann", zeigt sich Kraft überzeugt. "Mittels eines anderen, weiteren,
wissenschaftlich begutachteten, erprobten und patentierten
Öko-Therm-Verfahrens lässt sich aus chlorierten Wasserstoffen reines
Silizium-Tetrachlorid und in einem weiteren Arbeitsschritt auch
kostengünstig Silizium sowie Titan herstellen." Die Möglichkeiten,
deren Aufzählung noch erweitert werden können, führen zum Ergebnis,
dass die Steigerung der Öko-Effizienz um den Faktor-4 jederzeit
erreichbar sei.
|