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Professor Dr. Reinhard Zellner macht in seinem
Vorwort, das wie die gesamte Monographie in englischer Sprache
abgefasst ist, darauf aufmerksam, dass die Gefährdungspotentiale der
VCHs äußerst unterschiedlich seien und die Forschung bereits zu
einigen Produktionseinschränkungen geführt habe. Die Notwendigkeit
einer noch schärferen Regulierung bei industriell hergestellten VCHs
müsse aber vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass es auch eine
Vielzahl natürlicher chlorierter Kohlenwasserstoffe gäbe. Die
Bedeutung von natürlichen Beiträgen für die Risikoanalyse von
Industriechemikalien ist auch unter der bevorstehenden neuen
europäischen Chemikalienverordnung REACH eine wichtige aber bislang
nicht geklärte Frage.
Im ersten von fünf Hauptkapiteln erfährt man, dass
allein rund 3700 Organohalogen-Verbindungen in so genannten
biogeochemischen Prozessen - also natürlich - produziert werden
(Halogene sind die Elemente Fluor, Chlor, Brom, Jod). Und man erhält
einen generellen Überblick, wo flüchtige halogenierte
Kohlenwasserstoffe - ob natürlichen oder industriellen Ursprungs -
vorkommen und emittiert werden.
Kapitel 2 widmet sich der Frage, nach welchen
Mechanismen sich Organohalogene in der Umwelt, vor allem in der
Atmosphäre, umwandeln und welche neue Substanzen (so genannte
Abbauprodukte) dadurch entstehen. Kapitel 3 richtet sein Augenmerk auf
die Trichloressigsäure, von der bekannt ist, dass sie phytotoxisch ist
und deshalb in der Ökotoxikologie von VCHs eine besondere Rolle
spielt. Darum geht es auch im Kapitel 4, nun aber generell bezogen auf
halogenierte Kohlenwasserstoffe und ihre Abbauprodukte. Kapitel 5
befasst sich schließlich mit regulatorischen Inhalten, beispielsweise
der deutschen und europäischen Gesetzgebung für Chemikalien.
"Volatile Chlorinated Hydrocarbons: Occurence, Fate
and Impact" ist als Monographie Band 34 bei der Gesellschaft Deutscher
Chemiker erschienen. Er beinhaltet Beiträge, die im
Gemeinschaftsausschuss "Chemie der Atmosphäre" von GDCh, DECHEMA und
DBG vorgetragen und diskutiert wurden. Das Buch (225 Seiten mit
zahlreichen Tabellen, Diagrammen und Abbildungen) kostet 29 Euro und
ist bei der GDCh in Frankfurt oder im Buchhandel erhältlich.
Der Gemeinschaftsausschuss von GDCh, DECHEMA und
DBG hat sich auf seiner letzten Sitzung im November 2005 einen neuen
Namen gegeben, der die Erweiterung des Aufgabenspektrums deutlich
macht. Er heißt jetzt Gemeinschaftsausschuss "Chemie, Luftqualität und
Klima". |