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Voraussichtlich im Juli können sich bereits 25
Studierende für das kommende Wintersemester grenzüberschreitend
einschreiben, wenn die Akkreditierung des Studiengangs erfolgreich
abgeschlossen wurde. Die Masterstudenten werden semesterweise sowohl
in Nijmegen als auch in Duisburg-Essen leben und studieren.
Der Studiengang ist der erste seiner Art, der im
Ruhrgebiet grenzüberschreitend mit einer anderen Hochschule realisiert
wird. Bereits die Konzeption und Einrichtung des Verbund-Studienganges
wurden von der Euregio Rhein Waal gefördert. Dies verdeutlicht die
Absicht der Europäischen Union, das Thema Wasser grenzüberschreitend
in der Hochschulausbildung zu etablieren.
Die zweijährige "Master of Science"-Ausbildung soll
die Absolventen auf den internationalen Markt vor allem im Bereich der
ökologischen Wasserwirtschaft, des Wassermanagements und der Umsetzung
entsprechender EU-Richtlinien vorbereiten. Die Schwerpunkte der
Ausbildung liegen auf ökologischen Disziplinen (Gewässer-Ökologie,
Hydromorphologie, Hydrogeologie) und technischen Disziplinen
(Flussbau, Siedlungswasserwirtschaft). Diese Erkenntnisse werden in
Veranstaltungen zum Flussgebietsmanagement, zur Gewässerbewertung und
zur Modellierung zu einem einheitlichen Gesamtbild zusammengeführt.
Der natürliche Kreislauf von Wasser ist mengenmäßig
der bei weitem größte Stoffkreislauf in der Umwelt - Wasser ist somit
nicht nur die globale Voraussetzung für Leben, es schafft auch die
lokalen Lebensräume und formt sie über verschiedene Prozesse. Als
Trinkwasser ist es für den Menschen das bedeutsamste aller
Lebensmittel. Zudem wird Wasser intensiv für die Nahrungsproduktion,
aber auch für viele andere industrielle Produktionsprozesse in großer
Menge benötigt. Nicht zuletzt ist es das wichtigste Transportmittel
für unterschiedliche Güter.
Vor diesem Hintergrund der hohen Bedeutung von
Wasser und Gewässern sowie der Problematik ihrer Nutzung haben sich an
der Universität Duisburg-Essen mehrere Fachgebiete beider Campi sowie
das IWW Zentrum Wasser in Mülheim unter dem Dach des Zentrums für
Mikroskalige Umweltsysteme (ZMU) zu einer engen interdisziplinären
Kooperation zusammengefunden, um die vorhandenen Forschungs- und
Lehrleistungen zu bündeln:
- Das Biofilm-Centre mit den Bereichen Aquatische
Mikrobiologie, Molekulare Enzymtechnologie
sowie Aquatische Biotechnologie.
- Die Arbeitsgruppe für Instrumentelle
Analytik/Wasserchemie
- Das Institut für Energie- und
Umweltverfahrenstechnik mit dem Bereich
Verfahrenstechnik/Wassertechnik
- Die Abteilung für Hydrobiologie
- Die Fachgruppe Abfall- und
Siedlungswasserwirtschaft
- Das IWW Zentrum Wasser (Aninstitut der
Universität Duisburg-Essen)
Diese Kern-Gruppe wird auf nationaler und
internationaler Ebene wesentliche Beiträge zur Wasserforschung und
-ausbildung liefern und damit das Profil der Universität
Duisburg-Essen schärfen. Begleitet und unterstützt werden die Arbeiten
von der Wasserwirtschaftsinitiative des Landes NRW.
In der universitären Ausbildung stellt die
Hochschule innerhalb der kommenden Jahre ein breites Angebot
nationaler wie internationaler Studienprogramme im Bereich Wasser zur
Verfügung.
Ein Beispiel dafür ist der international
ausgerichtete Bachelor-Master-Studiengang "Water Science", der vor
vier Jahren eingeführt wurde und seither stark nachgefragt wird. Er
ist naturwissenschaftlich ausgerichtet und umfasst als
interdisziplinärer Studiengang sowohl Chemie als auch Mikrobiologie.
Seit 2002 gibt es den Master-Studiengang "International Studies in
Engineering, Water Resources and Environmental Engineering", in dem
die ingenieurwissenschaftlichen Aspekte der Wassertechnik vermittelt
werden.
Darüber hinaus bestehen bereits Kooperationen der
drei Ruhrgebiets-Universitäten zur Einführung weiterer gemeinsamer
Studiengänge. So wird zum Wintersemester 2006/2007 ein
fachübergreifender, praxisorientierter Master-Studiengang "Water and
Waste Water Management (IWM)" in enger Kooperation mit der wasserver-
und -entsorgenden Industrie im Ruhrgebiet eingerichtet. |