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Bayreuth (UBT). Mit dem mit 5000 Euro dotierten 1.
Preis "NaT-Working des Jahres 2004" ist jetzt in Dresden das
integrierte Projekt "C#NaT - Chemie vernetzt Naturwissenschaften und
Technik" der Fachgruppe Chemie der Universität Bayreuth durch die
Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet worden.
"Mit einfallsreichen Inhalten gelingt es den
Lehrern und Wissenschaftlern dieses Netzwerks in hervorragender Weise,
Jugendliche für Chemie zu begeistern. Direkt im Labor der Hochschule
bearbeiten Unter- und Mittelstufenschüler gemeinsam mit Chemikern der
Universität Bayreuth Themen wie ´Strom aus Licht - eine organische
Solarzelle selbst gemacht' oder 'Auf Duftwolke 7: sieben Experimente
zu Aroma- und Duftstoffen'", lobt die Stiftung.
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Schülerinnen einer 6. Jahrgangsstufe aus
Burgkunstadt beim Chemie-Teil des Themas "LEGOlab Bayreuth": sie
untersuchen gerade einen aufgelösten LEGO-Stein |
Bei der Preisverleihung in Dresden: 2.
von rechts der Bayreuther Chemiedidaktiker Walter Wagner |
"NaT-Working - Naturwissenschaften und Technik:
Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich" heißt das Programm
der Stiftung, das inzwischen über 1000 Schulen in ganz Deutschland mit
Wissenschaftlern an Hochschulen verbindet. Seit dem Jahr 2001 ist die
Universität Bayreuth dabei und hat sich mit dem Großteil der Gymnasien
in Oberfranken vernetzt. Die Jury der Robert-Bosch-Stiftung fand dann
auch laut dem Bayreuther Chemie-Didaktiker Akademischer Oberrat Walter
Wagner die enge Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern, Didaktikern
und Wissenschaftlern besonders preiswürdig.
Kernpunkte des Projektes sind die Konzeption von bis zu 10
Unterrichtseinheiten zu aus Schülersicht interessanten und aus
Lehrersicht unterrichtsrelevanten Themen Dabei spielt der Lernort
Universität eine entscheidende Rolle. Die Einheiten werden in
Zusammenarbeit von Lehrern und Hochschullehrer erstellt und werden im
Internet publiziert (siehe unten).
Sie stehen allen Chemielehrern, auch an Realschulen, zur Verfügung.
Für die Besuche von Schulklassen oder
Arbeitsgruppen an der Universität im Rahmen dieses Projektes gibt es
Zuschüsse für Fahrt- und Verpflegungskosten. Im Bereich "C#NaT -
Dialog" wurde eine Plattform geschaffen, über die Schüler und Lehrer
Experten von der Universität mit fachlichen Fragen erreichen. Das kann
im Rahmen der Erstellung von Facharbeiten oder "eben so" aus dem
Unterricht heraus geschehen. Die Kontakte bleiben nach der Laufzeit
des Projekte im Herbst diesen Jahres erhalten und werden durch die
Universität Bayreuth weiter gepflegt. Ein Großteil des Preisgelds soll im Oktober in ein Abschlußsymposium
des Projektes gesteckt werden, von dem sich Wagner die Teilnahme von
jeweils 2-3 Chemielehrern der Netzwerkschulen erwartet. Der Bayreuther
Chemie-Didaktiker wies auch darauf hin, dass die neuen Lehrpläne für
die Facharbeiten einen Kontakt mit den Hochschulen vorsehen und das
Projekt damit vorausnehme, was zukünftig mehr zur Realität werden
werde. Damit sei allerdings auch eine größere Belastung der
Hochschuldidaktik verbunden, betonte Wagner. Dieses müsse sich dann
auch personell niederschlagen, etwa durch eine entsprechende
Professur. |