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Gegenwärtig müssen zum Beispiel Festplatten noch
aus verschiedenen Bauteilen zusammengesetzt werden, um eine effektive
Arbeitsweise zu erreichen. Wenn es gelingt Verbindungen herzustellen,
die bereits in sich selbst strukturiert funktionale Eigenschaften
haben, könnten Materialen und damit Zeit-, Geld- und Raumersparnisse
in einem bisher nicht erreichten Umfang möglich werden.
Der Fokus von Professor Rucks Grundlagenforschung
liegt auf der Festkörperchemie im Bereich zwischen Metallen und
Halbleitern. Dem Spielen mit einem Lego-Kasten ähnlich kombiniert der
Wissenschaftler verschiedene Stoffe miteinander und untersucht die
entstandenen Substanzen auf ihre Eigenschaften. Ziel ist die
Entwicklung hochkomplexer und funktionstragender Materialien. Im
Blickpunkt stehen vor allem die für die elektrische Leitfähigkeit
verantwortlichen Elektronen. Diese können durch innere
Energiebarrieren an ihrer freien Beweglichkeit gehindert bzw. in
vorgegebene Bahnen gezwungen werden, was Magnetwiderstand oder
richtungsabhängige Leitfähigkeit bewirken kann.
Die Ergebnisse der Untersuchungen könnten vor allem
im Bereich der Mikroelektronik Anwendung finden und werden auf Grund
ihrer großen wissenschaftlichen Bedeutung von der internationalen
Forscherwelt stetig verfolgt. "Wir können die Materie gestalten.
Gelingt uns das in gewünschter Weise, wäre nicht nur eine Optimierung,
sondern ein ganz neue Qualität in der Mikroelektronik möglich", so der
Dresdner Chemiker. |