|
Die Datenbankeinträge enthalten Stoffdaten und
-fakten sowie weiteres aus wissenschaftlichen, behördlichen und
Firmen-Publikationen extrahiertes Fachwissen zu allen Aspekten der
Forschung und Prozessauslegung, zu Fragen des Marktes, des Vertriebs
und des Patentwesens. FIZ Karlsruhe stellt seine hochwertigen
Informationsprodukte vom 15. bis 19. Mai auf der ACHEMA in Frankfurt
in Halle 1.2 auf dem Gemeinschaftsstand C25/D25 mit dem FIZ CHEMIE
Berlin vor. Die ACHEMA ist mit 4.000 Ausstellern und rund 200.000
erwarteten Besuchern aus 100 Ländern der Welt der größte
internationale Ausstellungskongress für Chemische Technik,
Umweltschutz und Biotechnologie.
Schwerpunkt der Präsentation von FIZ Karlsruhe sind
die Fachdatenbanken ICSD (Inorganic Crystal Structure Database) mit
vollständigen Strukturinformationen anorganischer Verbindungen, DGENE
(Derwent Geneseq) mit Informationen zu Nukleinsäure- und
Proteinsequenzen aus internationalen Patentanmeldungen und erteilten
Patenten sowie WPINDEX (Derwent World Patents Index), die bedeutendste
Patentdatenbank der Welt.
Die hochwertigen Spezialdatenbanken werden über den
führenden Online-Service STN International - The Scientific and
Technical Information Network - weltweit angeboten.
Derwent WPI - Patente aus 41 Industrieländern
Der Derwent World Patents Index (DWPI) enthält
Patentinformationen aus den 41 wichtigsten Industrieländern der Welt
sowie vom Europäischen Patentamt und der Weltorganisation für
Geistiges Eigentum (WIPO). Außerdem fließen patentbezogene
Informationen aus Research Disclosure, einer Publikation zur Abwehr
von Schutzrechtsansprüchen und aus dem Journal International
Technology Disclosure ein. Ende 2005 wurden die Datenbanken der
WPI-Familie (WPINDEX, WPIDS und WPIX) den Anforderungen der IPC-Reform
(IPC8) angepasst und bieten nun u.a. neue Untergliederungen zu den
Mitgliedern von Patentfamilien, wodurch ein umfassender Überblick über
weltweite Patentierungsaktivitäten gegeben wird.
ICSD - Strukturinformationen anorganischer
Verbindungen
ICSD ist die Wissensbasis der Materialforscher. In
der numerischen Datenbank sind Faktendaten zu anorganischen und
metallischen Kristallstrukturen mit Atomkoordinaten, Molekularformel,
Symmetrieeigenschaften, Zellparametern und Temperaturfaktoren zum
Schnellabruf per Stichwort, Suchwort oder Formel bereitgestellt. Etwa
90.000 von 1913 bis heute veröffentlichte Strukturbestimmungen sind in
der hochwertigen Faktensammlung dokumentiert. Das Fachwissen wird aus
internationalen Publikationen gewonnen. Zudem ist FIZ Karlsruhe
Hinterlegungsstelle für detaillierte Strukturinformationen als
Ergänzung zu den Fachpublikationen der Verlage. Neben den komfortablen
Such- und Abrufmöglichkeiten hat ICSD noch ein ganz großes technisches
Plus: Die Faktendatenbank enthält Programme zur Berechnung von
Zellparametern oder Simulation von Pulverdiagrammen und kann über eine
Standard-Schnittstelle mit zahlreichen Anwendungsprogrammen von
Diffraktometerherstellern oder Material Design Software eingesetzt
werden. Wegen dieser Fähigkeiten wird die Datenbank von
Materialforschern sehr geschätzt und vornehmlich als Inhouse-Lösung in
Intranets eingesetzt. Sie kann für Einzel- und Mehrplatznutzung
lizensiert werden. FIZ Karlsruhe stellt das Faktenwissen auch über
andere Vertriebswege bereit.
DGENE - Die Gensequenzen der Biotechnologie
DGENE (Derwent Geneseq Datenbank) gehört
international zu den wichtigsten Informationsquellen für die
Biotechnologie. Die professionelle Datenbank enthält mehr als 7,8
Millionen Biosequenzen. Sie stammen aus Patentdokumenten aus der
ganzen Welt. 5,2 Millionen davon sind Nukleotid-Sequenzen, 2,6
Millionen Protein-Sequenzen. In diesen Datenmassen finden spezielle
Suchalgorithmen zu einer Sequenz, die als Suchbegriff eingegeben wird,
nicht nur identische Sequenzen. DGENE bietet auch die Möglichkeit
einer Ähnlichkeitssuche. Die Suchalgorithmen BLAST und GETSIM decken
in den Sequenzen, die in der Datenbank abgelegt sind, Bereiche auf,
die mit wesentlichen Teilen der abgefragten Sequenz übereinstimmen.
Die Ähnlichkeiten werden in Prozent angegeben, die übereinstimmenden
Teile auf dem Bildschirm hervorgehoben. Darüber hinaus kann man in
DGENE - wie übrigens in fast allen Datenbanken von FIZ Karlsruhe -
automatische Überwachungsaufträge laufen lassen. Für diese sogenannten
SDIs (Selective Dissemination of Information) steht neben der normalen
Übereinstimmungs-Suche ebenfalls die Möglichkeit einer
Ähnlichkeitssuche zur Verfügung. Die automatische Überwachung prüft
also auf Wunsch, ob die als Muster vorgegebene Sequenz in der
Datenbank in gleichem oder einem in Teilen vergleichbarem Aufbau
auftaucht. Ein scharfes Instrument zur effizienten
Wettbewerbsbeobachtung! |