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Eine bisher unerreichte Auflösung liefert das
4Pi-Mikroskop. Hier die Aufnahme einer Nesselzelle.
© Leica Microsystems / Holstein, Uni Heidelberg
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"Wir haben bereits 1991, als der Erfinder noch
ein Student war, erkannt, welches Potenzial in diesen Ideen steckt",
erklärt Dr. Helmut Appel von der Fraunhofer-Patentstelle für die
Deutsche Forschung PST. Die PST betreut Erfindungen, die zum Beispiel
an Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehen. Die
Entwicklungen um diese Mikroskope begleitete sie von Anfang an. Sie
hat Hell, heute Professor und Direktor am Max-Planck-Institut für
biophysikalische Chemie in Göttingen, nicht nur bei den
Patentverfahren unterstützt und die notwendigen Geldmittel zur
Verfügung gestellt, sondern auch den Kontakt zu einem industriellen
Partner vermittelt: Im Jahr 2001 nahm Leica Microsystems die exklusive
Lizenz für die 4Pi-Basistechnologie. 4Pi-Lichtmikroskope sind seit
2004 am Markt und finden raschen Absatz.
Eine wichtige Weiterentwicklung beruht auf der "Stimulierten
Emission-Depletion", kurz STED: Ähnlich wie bei der
Fluoreszenz-Mikroskopie werden auch STED-Proben mit speziellen
Farbstoffen markiert. Ein technischer Trick grenzt hierbei die
Ausdehnung der fluoreszierenden Lichtflecke ein: Jeder Punkt wird
durch zwei zeitlich genau abgestimmte Lichtpulse bestrahlt. Der erste
besteht aus kurzwelligem, grünem Licht: Er regt die Farbstoffmoleküle
an, die sich genau im Fokus des Lichtstrahls befinden. Ihm folgt ein
zweiter Puls aus langwelligem, rotem Licht: Die angeregten Moleküle
geben ihre eben erst gewonnene Energie als Fluoreszenz, als
"Leuchten", wieder ab. Der zweite Lichtstrahl wird dabei so platziert,
dass er nur die Farbmoleküle am Rand jedes Punkts anregt. Dadurch
"schrumpft" der Durchmesser des Leuchtpunkts, die Zahl der Punkte, die
nebeneinander passen, ohne sich zu überlagern, steigt, die Auflösung
wird verbessert. Im Herbst 2005 verpflichtete sich Leica Microsystems
das erste Mikroskop mit STED-Technologie innerhalb von drei Jahren auf
den Markt zu bringen.
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