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Messung von Feinstaub
Foto: GSF/B. Müller

Untersuchung der Gesundheitlichen Auswirkungen von
Feinstaub
Foto: GSF/B. Müller
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Bereits seit 1998 besteht eine äußerst
erfolgreiche Kooperation zwischen der GSF und der EPA vor allem auf
den Themengebieten "feine und ultrafeine Partikel" und
"Allergien/Asthma". Auf diesen Gebieten werden die GSF und die EPA zu
den weltweit renommiertesten Forschungseinrichtungen gezählt.
Ein Beispiel der fruchtbaren Zusammenarbeit ist die Ursachenforschung
zu Allergien in Sachsen-Anhalt: Frühere Untersuchungen ergaben, dass
kindliche Allergien in der durch Schwermetalle hoch belasteten Region
Hettstedt signifikant häufiger auftraten als im unbelasteten Gebiet
Zerbst. In einer ersten Untersuchungsreihe wurden Tierexperimente mit
Feinstäuben aus beiden Regionen durchgeführt, wobei der Staub aus
Hettstedt zu vermehrten Entzündungsreaktionen und Symptomen führte.
Jetzt wurden über mehrere Wochen größere Mengen feiner und ultrafeiner
Stäube in Hettstedt und Zerbst gesammelt. Diese wurden in einem stark
erweiterten gemeinsamen Untersuchungsprogramm der GSF und der EPA an
insgesamt 10 toxikologische Arbeitsgruppen aus Deutschland, den
Niederlanden und den USA verteilt. Ziel ist die Identifizierung und
gründliche Analyse der Feinstaubanteile und die zugrunde liegenden
Mechanismen, die zu den entzündlichen, allergischen Reaktionen führen.
Im Rahmen des Workshops werden die Schwerpunkte der weiteren
Zusammenarbeit festgelegt. In Zukunft soll bei der Untersuchung der
kleinen Teilchen ein stärkeres Augenmerk auf die Bestimmung der
Quellen gelegt werden. Darüber hinaus werden Untersuchungen zu
Erkrankungen des Immunsystems und entzündlichen Erkrankungen, zur
Anfälligkeit der älteren Bevölkerungsschichten und zur genetischen
Prädisposition im Vordergrund stehen.
Epidemiologische Studien der Vergangenheit zeigten, dass winzige
Staubpartikel in der Umgebungsluft unsere Gesundheit stark
beeinträchtigen können. Besonders gravierend sind die Folgen für das
Herz-Kreislauf-System und die Lunge, aber möglicherweise können auch
weitere Organsysteme wie z.B. das zentrale Nervensystem in
Mitleidenschaft gezogen werden. Als Quellen konnten die
Wissenschaftler aus der GSF und den USA vor allem den Kraftverkehr
identifizieren, gefolgt von der Industrie. Ein weiteres Thema ist der
Vergleich der unterschiedlichen Quellen der Stäube in beiden Ländern.
Aus der Kenntnis der Quellen allein kann jedoch nicht direkt auf die
gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung geschlossen werden: Ob der
Kontakt mit Feinstaub zu einer bestimmten Erkrankung führt, hängt
sowohl von der Toxizität der Teilchen ab, als auch vom
Gesundheitszustand und Alter der betroffenen Personen. Kardiovaskuläre
Erkrankungen betreffen vor allem ältere Menschen und Menschen mit
einer bestehenden Vorerkrankung: Das Risiko nimmt im Alter von über 50
Jahren stark zu, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind gegenwärtig die
häufigste Todesursache.
Beim diesjährigen Treffen sind neben GSF und EPA erstmals auch
Wissenschaftler der Universität Rochester (New York) vertreten. Diese
haben soeben für weitere 5 Jahre die Finanzierung für ihr großes "Particle
Center" erhalten, an dem die Institute für Epidemiologie und
Inhalationsbiologie der GSF maßgeblich beteiligt sind.
Die Organisatoren erwarten, dass von dieser Veranstaltung mit
insgesamt 50 ausgewählten Teilnehmern neue wichtige Impulse für die
Partikelforschung ausgehen. Die wichtigsten Ergebnisse werden in einem
Bericht zusammengefasst.
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