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Auch das Bonner Forschungszentrum caesar beteiligt
sich an "Nanosafe2" (www.nanosafe.org). Die caesar-Gruppen "Functional
Peptides" und "Nanoparticle Technology" um die Wissenschaftler Martin
Zabe-Kühn, Daniel Hoffmann und Michael Giersig erforschen die
Eigenschaften von Nanopartikeln und versuchen vor allem neue
Detektionsmethoden zu entwickeln. Dabei lassen sich die Forscher von
der Biosensorik inspirieren, einer Disziplin, die scheinbar nichts mit
anorganischen Nanopartikeln zu tun hat, sondern mit dem Nachweis von
Biomolekülen.
Doch auf den zweiten Blick werden Parallelen
erkennbar. Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass Biomoleküle,
beispielsweise Antikörper-Proteine des Immunsystems, spezifisch andere
Biomoleküle erkennen können. Diese Erkennung wird auf Biosensoren
genutzt, um Biomoleküle nachzuweisen. Seit kurzem werden vermehrt
Biomoleküle, sogenannte Peptide, entdeckt, die in ähnlicher Weise
anorganische Materialien erkennen. Die Wissenschaftler wollen nun
Biosensoren mit Hilfe geeigneter Peptide auf die Detektion
anorganischer Nanopartikel umschulen - eine aussichtsreiche
Verknüpfung von "Bio" und "Nano".
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Abbildung eines
Escherichia-coli-Bakteriums, das mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen und
Gold-Nanopartikeln behandelt wurde. Durch die Wechselwirkung mit
den Kohlenstoff-Nanoröhrchen werden in der Membran des Bakteriums
temporäre Nanokanäle erzeugt, die den Gold-Nanopartikeln das
Eindringen in das Innere von E. coli ermöglichen.
Foto: Forschungszentrum caesar |
Die EU stellt für das strategische
Forschungsprojekt "Nanosafe2" insgesamt sieben Millionen Euro zur
Verfügung. Den restlichen Anteil am Gesamtbudget von 12,4 Millionen
Euro tragen die beteiligten Unternehmen. Insgesamt arbeiten 24
Forschungsinstitute und Universitäten, Industrieunternehmen und
Start-up-Firmen aus sieben EU-Ländern in dem Großprojekt zusammen.
"Nanosafe2" befasst sich mit dem gesamten "Lebensweg" von
Nanopartikeln: Von der Produktion über Lagerung und Transport bis zur
Verarbeitung in einem Endprodukt. Die Ergebnisse der
Sicherheitsforschung sollen schließlich mit Hilfe von Datenbanken,
Regelwerken und Workshops weltweit verbreitet werden.
Das internationale Forschungszentrum caesar (center
of advanced european studies and research) hat 1999 die Arbeit
aufgenommen. Mit inzwischen über 220 Mitarbeitern forschen
interdisziplinäre Teams in den Bereichen Materialwissenschaften/
Nanotechnologie, Biotechnologie und Medizintechnik. Forschung und
industrielle Anwendung gehen Hand in Hand: caesar entwickelt
innovative Produkte und Verfahren und unterstützt die Wissenschaftler
bei Firmenausgründungen. |