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"Computational Sciences haben sich neben Theorie
und Experiment in einer wachsenden Anzahl von Disziplinen als dritte
Säule der Wissenschaft und Forschung etabliert. Der international
renommierte Forschungsstandort München mit seinen beiden
Universitäten, zahlreichen Max-Planck-Instituten, seinen
Spitzenforschungseinrichtungen wie der Europäischen Südsternwarte und
den forschungsbegleitenden Spin-Offs im HighTech-Bereich stellt an die
wissenschaftlichen Rechenzentren der Region entsprechend hohe
Anforderungen an Ressourcen und Expertise" erläutert Prof. Heinz-Gerd
Hegering, Vorsitzender des Direktoriums des Leibniz-Rechenzentrums.
Durch die enge Zusammenarbeit der genannten Einrichtungen, die
allesamt über eine langjährige Erfahrung in Computational Sciences
verfü-gen, entsteht ein international herausragender Verbund an
vorderster Front des wissenschaftlichen Rechnens, der sich u.a.
folgende Ziele gesetzt hat:
1) Förderung gemeinsamer Entwicklungen von
Algorithmen und Applikationen, Datenprozessierung und Visualisierung
auf Gebieten wie den Materialwissenschaften, Theoretischer Chemie,
Quantenphysik, Ingenieurswissenschaften, Plasmaphysik, Astrophysik und
Astronomie, Biologie mit Biophysik und Bioinformatik,
2) Bündelung der Expertise zweier europäisch
führender Hochleistungsrechenzentren für die angewandten theoretischen
Wissenschaften auf den Gebieten High Performance Computing,
Datenmanagement, Archivierung, Hochgeschwindigkeitsnetzwerken,
Applikationsunterstützung und -optimierung und Visualisierung.
Mit diesem "Quantensprung" im Super-Computing wird
die Ausgangsbasis für eine Bewerbung Münchens als Standort für ein
mögliches europäisches Höchstleistungsrechenzentrum entscheidend
verstärkt.
Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen
Akademie der Wissenschaften ist seit 1964 gemeinsames Rechenzentrum
der Münchener Hochschulen, seit 1988 Landeshochleistungsrechenzentrum
und betreibt seit 2000 auch einen nationalen Höchstleistungsrechner.
Zu den LRZ-Schwerpunkten zählen auch Backup- und Archivsysteme sowie
der Betrieb des Münchner Wissenschaftsnetzes. 2006 wird es einen
Neubau in Garching beziehen, wo auch der neue nationale
Höchstleistungsrechner installiert wird.
Das Rechenzentrum Garching (RZG) entstand als das
Institutsrechenzentrum des Instituts für Plas-maphysik (IPP), das 1960
von der Max-Planck-Gesellschaft und von Werner Heisenberg gegründet
wurde. Das RZG wird als gemeinsames Rechenzentrum der MPG und des IPP
betrieben mit den Schwerpunktaufgaben High-Performance Computing,
Datenmanagement, Archivierung und Datenerfassung. |