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Die TUM-Physiker Marcus Schmeißer, Dr.
Konstantin Simeonidis, Dr. Andy Thaller und Dr. Hristo Iglev
untersuchten Eis-Mischungen aus leichten und schweren Wassermolekülen.
Durch Einstrahlen eines kurzen Laserblitzes wurde das Eis sprungartig
erhitzt und war in diesem Zustand auch für mindestens eine Nanosekunde
(eine milliardelste Sekunde) lang stabil. Im molekularen Maßstab ist
dies eine bemerkenswert lange Dauer.
Dieses Phänomen der Überhitzung ist zwar von anderen Materialien her
bekannt, wurde aber bisher bei Eis für unmöglich gehalten. Die
Eigenschaften von Eis und Wasser werden von den so genannten
Wasserstoffbrückenbindungen zwischen einzelnen Wassermolekülen
bestimmt. Die Überhitzungsexperimente zeigten, dass der Zusammenhalt
im Eis nahe dem Gefrierpunkt überraschend hoch zu sein scheint. Mit
dem neuen experimentellen Verfahren wird untersucht, ob und inwiefern
einzelne Verbindungen auf molekularen Zeitskalen auseinander brechen
und schließlich zum Schmelzen führen.
Da Wasserstoffbrücken in der Natur weit verbreitet sind und unter
anderem auch die Stabilität von Proteinen und der Erbsubstanz
bestimmen, stoßen die Untersuchungsergebnisse der TUM-Physiker auch
auf großes Interesse in den Biowissenschaften.
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