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"Berlin ist für die Gasphasen-Ionenchemie
international der attraktivste Standort, die TU Berlin war für mich
die erste Wahl", erklärt der Physiker von der TU München, der in
Physikalischer Chemie promoviert und sich auch habilitiert hat. "Ich
verspreche mir sehr viel für meine Forschung von dem Aufenthalt hier
und freue mich auch auf interessante gemeinsame Projekte mit Professor
Schwarz. Er ist auf dem Gebiet weltweit der Beste."
TU Berlin als erste Wahl
Dass sich Martin Beyer den Standort aussuchen kann,
hängt damit zusammen, dass er selbst zu den Besten gehört. Er hielt
sich mehrfach zu Forschungszwecken an der University of California in
Berkeley auf, erhielt Forschungsstipendien unter anderem von der
Alexander von Humboldt-Stiftung und schließlich 2003 für seine
Wasserclusterarbeiten den wichtigsten deutschen
Nachwuchswissenschaftspreis, den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung. Nun ist er Inhaber eines der begehrten
Heisenberg-Stipendien, das ihm bis zu fünf Jahre intensive Forschung
an der TU Berlin ermöglicht. In dem von Bund und Ländern gemeinsam
finanzierten Heisenberg-Programm der DFG werden Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler gefördert, die die Voraussetzungen für die
Beru-fung auf eine Professur erfüllen, aber noch nicht berufen wurden,
und die sich durch besonders herausragende wissenschaftliche
Leistungen auszeichnen. Damit sollen zugleich Fortschritte in der
Forschung bewirkt und ein ausgewähltes Nachwuchspotenzial für die
Wissenschaft erhalten werden.
Wassertröpfchen in der Falle
Um seine Wassertröpfchen richtig beobachten und
vermessen zu können, muss Martin K. Beyer sie einsperren - in eine
Ionenfalle. Dort werden sie durch einen starken Magneten zunächst
stabil gehalten und schließlich auf einer Kreisbahn beschleunigt, was
am Ende die Messung der Masse ermöglicht. Das Gerät, mit dem die
beschleunigten Nanotröpfchen erst Spitzengeschwindigkeiten erreichen,
wird demnächst dem Forscher aus München hinterher an die TU Berlin
reisen. Es ist ein "Ion-Zyklotron-Resonanz-Massenspektrometer", das
die TU München als Leihgabe zur Verfügung stellt. An dem Gerät will er
mit eigenen Doktoranden und Diplomanden forschen, die sich ab sofort
bei ihm bewerben können. |