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"Organische Umweltchemikalien wie Pestizide,
chlorierte Lösemittel oder Benzininhaltsstoffe bergen ein großes
Trinkwasser-Gefährdungspotenzial", so Privatdozent Dr. Rainer
Meckenstock, Leiter des GSF-Instituts für Grundwasserökologie, "Die
Kenntnis von Abbaumechanismen und Verweilzeiten ist entscheidend, um
Aussagen über die Umweltverhalten einer Substanz treffen zu können".
Neuerdings ist es möglich, das Verhältnis stabiler
Isotopen, etwa 13C/ 12C, 2H/ 1H, in einzelnen organischen Schadstoffen
zu messen. Die Methode eignet sich auch für sehr komplexe Proben. Die
isotopischen "Fingerabdrücke" bleiben während Transport und
Verteilungsvorgängen praktisch unverändert, verändern sich jedoch
während Abbauprozessen relativ stark, was als Isotopenfraktionierung
bezeichnet wird. Das Verfahren ist einzigartig geeignet, um im
Grundwasser biologische Abbauvorgänge nachzuweisen und sogar zu
quantifizieren.
"Die Gruppe von Dr. Martin Elsner wird erstmals
Pestizide mit diesem neuen Konzept untersuchen", erläutert Meckenstock.
Ziele seien dabei, die Messmethode bei verschiedenen Pestiziden zu
etablieren und zudem messtechnisch in Bereiche niedrigster
Konzentrationen zu gelangen. Als umweltrelevante "Pilotsubstanzen"
würden die Pestizide Atrazin® und Propachlor® ausgewählt.
Im Rahmen ihres Nachwuchsgruppen-Programms bieten
das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und die
Helmholtz-Gemeinschaft jungen, exzellenten Wissenschaftlern eine
wichtige Trittstufe auf der Karriereleiter. Davon profitieren beide
Seiten: die GSF gewinnt exzellente Wissenschaftler und
wissenschaftliches Know-How, während die Wissenschaftler eine eigene
Gruppe leiten und sich bei guten Arbeitsbedingungen für ihre weitere
berufliche Laufbahn profilieren können.
Das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und
Gesundheit konzentriert seine Forschungsarbeiten auf eine der
wichtigsten Fragen unserer Gesellschaft, die Gesundheit des Menschen
in seiner Umwelt. Ziel ist es, Risiken für die menschliche Gesundheit
durch Umweltfaktoren zu erkennen, Mechanismen der Krankheitsentstehung
zu entschlüsseln sowie Konzepte zu entwickeln, um die Gesundheit des
Menschen und seine natürlichen Lebensgrundlagen auch für die Zukunft
zu schützen.
Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15
Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2.2 Milliarden Euro
die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die insgesamt
24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft
forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt,
Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien. |