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Egal, ob sie nun als Sunfuel(r) oder BTL- (von
Biomass-to-liquid) Kraftstoffe bezeichnet werden: Synthetischen
Kraftstoffen aus Biomasse steht eine große Zukunft ins Haus. Zwei
wesentliche Argumente sprechen für sie:
Zum Einen zeichnet sich bei den Rohstoffen für
BTL-Kraftstoffe eine hohe Variabilität ab. Ob Holz oder verschiedene
landwirtschaftliche Energiepflanzen im Prozess eingesetzt werden, ist
zweitrangig. Damit ergeben sich nicht nur Vorteile für die
landwirtschaftliche Fruchtfolge, sondern auch hohe Rohstoffpotenziale
für den neuen Biosprit.
Zum Zweiten wird der Kraftstoff bei der Herstellung
maßgeschneidert und kann damit an die neueste Motorenentwicklung
angepasst werden, was zu hoher Akzeptanz auch bei der
Automobilindustrie führt.
Was im Labor bereits funktioniert, soll nun in den
Pilotmaßstab überführt werden. Um die Voraussetzungen hierfür zu
schaffen, erstellt die TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit den
Unternehmen UHDE und Lurgi mit finanzieller Unterstützung durch die
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) jetzt eine Planungsstudie.
Die Studie umfasst die verfahrenstechnische
Auslegung der Anlage, Fragen der Genehmigungsfähigkeit und die
entstehenden Kosten für ihre Errichtung und ihren Betrieb und wird die
Chancen auf Realisierung der Pilotanlage gesamtheitlich bewerten.
Ende März 2004 soll die Studie vorliegen. Dann
bildet sie die Entscheidungsgrundlage für den Bau einer innovativen
BTL-Pilotanlage mit einer geplanten Leistung von 5 MWth am Standort
Freiberg/Sachsen. [ Torsten Gabriel ] |