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Viele
europäische Anbieter von Schutzhandschuhen haben ihre Produktion schon
jetzt zum großen Teil in Niedriglohnregionen mit guter
Rohstoffverfügbarkeit wie Osteuropa, Afrika oder Asien verlagert. Doch
momentan wächst der Druck von innen und von außen: Innerhalb Europas
verdichtet sich der Wettbewerb, und China und Fernost locken die
Kunden mit billigen Preisen.
Der
Preisverfall betrifft besonders die Materialsegmente Baumwolle,
Polymer ohne Trägerwerkstoff und Leder, sodass sich viele europäische
Anbieter aus diesen Bereichen zurückziehen und ihre Schwerpunkte auf
höherwertige Materialien Polymer-Textil mit Trägerwerkstoff oder
gestrickte Hochleistungsfasern verlegen. Doch gelingt es der
Konkurrenz aus Fernost immer wieder sehr schnell, jegliche
Produktinnovationen mit billigen Imitationen zu kontern.
Hersteller sind oft abhängig von den Distributoren
Ein weiteres Problem für den Europamarkt
besteht in der hohen Abhängigkeit der Hersteller von den Distributoren,
die die Produkte an die Endnutzer liefern. Infolge dieser
Abhängigkeitsbeziehung wächst die Macht der Distributoren im Markt,
was teilweise so weit geht, dass sie Schutzhandschuhe aus Fernost
unter ihrer eigenen Marke vertreiben, kommentiert Brian Balmer,
Branchenanalyst bei Frost & Sullivan (http://chemicals.frost.com).
Dadurch sind die europäischen Hersteller gezwungen, ihrerseits bei
den Kunden ein starkes Bewusstsein für ihre Marken zu schaffen.
Traditionellere Materialien werden langsam
vom Markt gedrängt
Neue
Wachstumschancen gibt es vor allem für Hersteller, die in der Lage
sind, lukrative neue Nischensegmente zu identifizieren und für sich zu
nutzen. Mit der richtigen Kombination von Produkten, Service und
Management lassen sich die Herausforderungen in Chancen umwandeln, so
Balmer. So bemühen sich beispielsweise immer mehr Unternehmen um
optimalen Schutz für ihre Mitarbeiter und entscheiden sich für
Handschuhe aus neueren Materialien, die nicht nur mehr Sicherheit,
sondern auch mehr Bewegungsfreiheit bieten. Dadurch erhöht sich die
Nachfrage nach Materialien wie technischen Fasern,
Polymer-Textil-Handschuhen und Butylkautschuk, die langsam die
traditionellen und günstigeren Materialien Baumwolle, Leder und Latex
überflügeln.
Popularität der Polymerhandschuhe wächst
Aufgrund ihrer Vielseitigkeit dürften auch Polymerhandschuhe immer
populärer werden. Interessant sind vor allem Materialien wie die
Mischung aus zwei Polymeren, die die positiven Eigenschaften beider
Stoffe verbinden, oder Handschuhe aus mehreren Polymerschichten, die
durch wiederholtes Eintauchen des Handschuhs in verschiedene Polymere
entstehen. In solchen Bereichen sehen wir nachhaltiges Wachstum, sagt
Balmer.
EU-Sicherheitsvorschriften schaffen Nachfrage in Osteuropa
Zusätzliche Möglichkeiten könnten sich auch aus der EU-Osterweiterung
ergeben, da in Zukunft noch mehr europäische Länder an die
EU-Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften gebunden sein werden. Die
Nachfrage in diesen Regionen dürfte den neuen Ländermärkten eine
durchschnittliche Jahreswachstumsrate von 8,9 Prozent bescheren. Die
größten Steigerungen sind laut Frost & Sullivan in Polen zu erwarten,
weil dort bereits eine breite Produktionsbasis installiert ist.
Südeuropa legt zu, Umsatz in den drei großen Ländermärkten rückläufig
Im
Vergleich zum gesamteuropäischen Markt für Industrie-Schutzhandschuhe
werden auch die südeuropäischen Märkte überdurchschnittlich wachsen,
da die entsprechenden EU-Vorschriften in den südliche Regionen erst
langsam greifen. In Spanien und Portugal ist mit 4,6 Prozent, in
Italien mit 4,1 Prozent Zuwachs zu rechnen.
Diese
Entwicklung der nächsten Jahre wird die Position der drei größten
Ländermärkte Deutschland, Großbritannien und Frankreich
voraussichtlich schmälern. Bis 2009 prognostiziert Frost & Sullivan
für Deutschland einen Rückgang des Marktanteils von 20,0 auf 18,9
Prozent sowie für Großbritannien und Frankreich von 18,0 auf 17,0
Prozent.
Auf
Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung
der Analyse zum Europamarkt für Industrie-Schutzhandschuhe per E-Mail.
Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com).
Als
wichtigste Akteure im Europamarkt nennt Frost & Sullivan die
Unternehmen Ansell Healthcare Europe, Astron Elastomerprodukte,
Bacou-Dalloz, Bennett-Safetywear, Best Gloves, BM Polyco, Bristol
Uniforms, CAC Indusrial Products, Center Plast, CMD, Coldtech Apparel,
Collard Industrial Gloves, Comasec, Cuatro Gasa, Delta Plus, Ergodyne,
Eska & Dutka, Espuna, Estambril, Granberg, Guyard, Igartex, Impacto,
Jebsen & Co., John Liscombe, Jokamuovi, Kächele-Cama Latex, Kursaal
Gloves, Larranaga, Lion Apparel, Mafepe, Mapa Spontex, Mensch, MSA
Auer, Munch, Norhand, North Safety, Ola Schutzhandschuh, Otto
Schachner, Prosecura, R. Glover Ascroft, Regeltex, Renmark, Rostaing,
Safet Medex, Semperit Technische Produkte, Showa Gloves Europe,
Southcombe Brothers, Sungboo, Uvex Arbeitsschutz, Weldas Europe, W+R
und Wells Lamont. |