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An dem von der Universität des Saarlandes und der
upt koordinierten und von der EU mit ca. 3 Millionen Euro geförderten
Forschungs-vorhaben waren 15 wissenschaftliche Arbeitsgruppen aus
sieben europäischen Ländern beteiligt. Zwei davon kommen aus dem
Saarland: nämlich der Lehrstuhl für Prozesstechnik und die
Gesellschaft für umweltkompatible Prozeßtechnik mbH (upt).
Ausgangspunkt für diese wissenschaftlichen
Aktivitäten war die Tatsache, dass weltweit Grundwasser,
Oberflächenwasser und industrielle Abwässer zunehmend durch
Schwermetalle und sonstige biologisch nicht abbaubare Schadstoffe
verunreinigt sind. Einige besonders häufig auftauchende Zielsubstanzen
aus diesem Katalog sind Kupfer, Nickel, Zink, Selen und Arsen.
Ebenso vielfältig wie die zu entfernenden chemischen Verbindungen und
deren Quellen (z.B. Kupfer-, Halbleiter- und Metall bearbeitende
Industrie) sind die spezifisch entwickelten Verfahren. Sie haben
jedoch eins gemeinsam: Es handelt sich um Hybridverfahren, genauer um
die Kombination so genannter Bindungssubstanzen (Bonding Agents) mit
nachgeschalteten Separationsverfahren (hauptsächlich
Membranverfahren).
Die von den verschiedenen Arbeitsgruppen
entwickelten Bindungssubstanzen (wie z. B. Makromoleküle, Adsorbentien,
Ionenaustauscher, Molekularsiebe etc.) binden sehr selektiv den zu
entfernenden Metallkomplex und werden anschließend von einem
geeigneten Membranverfahren zurückgehalten. Das auf diese Weise samt
Bindungssubstanz vielfach aufkonzentrierte Schwermetall wird in einem
weiteren Schritt, durch Änderung der Bedingungen (z. B. pH),
entkoppelt und gegebenenfalls als Wertstoff (z.B. Kupfer, Nickel oder
Zink) wieder gewonnen. Die auf diese Weise regenerierte
Bindungssubstanz kann wiederholt eingesetzt werden. Dies macht das
Verfahren nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich.
Es bleibt nun Aufgabe der einzelnen Arbeitsgruppen,
aber auch der im so genannten "Advisory Board" beteiligten
Industriepartner, durch geeignete Auswahl eines der entwickelten
Verfahren branchen- oder ortsspezifische Lösungen zu realisieren. |