"Für unsere Messungen haben wir auch denkbar
ungünstige Betriebsbedingungen geschaffen, wie sie selbst im kleinsten
privaten Arbeitszimmer eigentlich nicht auftreten", erklärt Dr. Helmut
Blome, Gefahrstoffexperte und stellvertretender Direktor des
Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsschutz (BIA).
"Trotzdem waren die gemessenen Schadstoffkonzentrationen zum Teil so
gering, dass sie mit den empfindlichen Messverfahren kaum ermittelt
werden konnten. Von gefährlich hohen Mengen - ob Staub, Benzol oder
anderes - kann bei normalem Betrieb also keine Rede sein."
Hersteller können ihre Drucker bei einer
anerkannten Prüfstelle wie dem BIA testen lassen. Geräte mit
bestandener Prüfung erhalten vom Fachausschuss Verwaltung der
Berufsgenossenschaften ein Siegel, das sie als emissionsarm
kennzeichnet. "Je nach verwendetem Toner können die Ausdünstungen
unterschiedlich hoch sein", so Blome. "Der richtige Betrieb eines
Druckers setzt voraus, dass ein geeigneter Toner benutzt wird. Viele
entscheiden sich aber aus Kostengründen für Produkte, die eben nicht
geeignet sind."
Das BIA hat im Auftrag der
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft zudem ein spezielles Verfahren zur
geräteunabhängigen Prüfung von Tonern entwickelt. Mit diesem Test
können die Forscher Aussagen zu Inhaltsstoffen des Toners selbst
machen und das Emissionsverhalten beim Einsatz abschätzen. Ein
BG-Zeichen "schadstoffarm" soll auch hier dem Käufer die Entscheidung
für den optimalen Toner erleichtern.