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Flüssigsalz verspricht Kühlung
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Flüssige Salze, auch ionische Flüssigkeiten
genannt, unterscheiden sich nicht wesentlich vom normalen Kochsalz. Im
Gegensatz zu diesem, das seinen Schmelzpunkt bei rund 800 Grad
erreicht, werden ionische Flüssigkeiten aber schon bei Raumtemperatur
flüssig. Darüber hinaus leiten und speichern sie besonders effizient
Wärme - eine Eigenschaft, die sich die Forscher in der Kältetechnik
jetzt zunutze machen. "Die in herkömmlichen Absorptionskältemaschinen
verwendeten Kältemittelpaare Ammoniak und Wasser bzw. Lithium-Bromid
und Wasser besitzen zahlreiche negative Eigenschaften", erklärt Prof.
Karlheinz Schaber von der ITTK im Gespräch mit pressetext. Während
Ammoniak giftig ist und im Gemisch mit Wasser kein gutes
thermodynamisches Verhalten aufweist, ist Lithium-Bromid korrosiv und
neigt zur Kristallisation.
Im Gegensatz dazu versprechen ionische Flüssigkeiten
Betriebssicherheit, Langzeitstabilität sowie eine problemlose
ökologische Entsorgung. Darüber hinaus könnten sie sich bei der
Einbindung in geo- und solarthermische Prozesse als wirtschaftlich
überaus interessant erweisen. "Niedertemperaturquellen wie Erdwärme
oder Solaranlagen, die im Sommer einen Wärmeüberschuss produzieren,
wären klimatechnisch so optimal nutzbar", meint Schaber. Eine
Revolution in der Kühlschrankproduktion hält er hingegen eher für
unwahrscheinlich. "Moderne, strombetriebene Kühlschränke sind
energetisch so ausgereizt, dass für die nächsten Jahrzehnte in diesem
Bereich wohl kaum etwas zu erwarten ist", so Schaber.
"Angesichts der knapper werdenden fossilen Energievorräte auf der Erde
ist die DBU vorrangig an Lösungen interessiert, die ermöglichen,
vorhandene Energie mit dem höchst möglichen Wirkungsgrad einzusetzen",
erklärt Projektleiter Roland Digel vom DBU im Gespräch mit pressetext.
Ionische Flüssigkeiten könnten in unterschiedlichsten
Anwendungsbereichen vom Einsatz als effektiver Wärmeträger in
Solaranlagen bis hin zur Verwendung als recyclefähiges Lösungsmittel
eingesetzt werden. Die Umweltstiftung zeige daher großes Interesse,
das innovative Potenzial der noch recht neuen Stoffgruppe in seiner
gesamten Bandbreite aufzuzeigen, so Digel abschließend.
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