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Prof. Dr. Arne Skerra (Lehrstuhl für Biologische Chemie,
Technische Universität München)
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Professor Skerra wurde 1998 auf den Lehrstuhl
für Biologische Chemie an die Technische Universität München in
Freising-Weihenstephan berufen. Seine Berufung war der Auftakt für
eine grundlegende Reform dieses Standorts, der mittlerweile in das
"Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und
Umwelt" umgebaut worden ist. Im Jahr 2004 sollte Skerra einem Ruf an
die TU Darmstadt folgen, doch konnte ihn Präsident Herrmann mit einem
attraktiven Gegenangebot an der TU München halten. Skerra hat sich
neben seinen hervorragenden Forschungsleistungen auch mit dem Aufbau
des internationalen Studiengangs "Molekulare Biotechnologie" um die
Erneuerung des Life Science-Campus Weihenstephan der TU München
verdient gemacht. Mittlerweile bestehen in Lehre und Forschung enge
Verbindungen der TU-Standorte Freising-Weihenstephan und Garching
sowie mit der GSF - Gesellschaft für Gesundheit und Umwelt in
Neuherberg.
TU-Präsident Herrmann bezeichnete den diesjährigen
Beckurts-Preisträger als "eine der herausragenden
Forscherpersönlichkeiten der Hochschule, der trotz seiner erst 44
Jahre einen internationalen Namen hat". Erst im vergangenen Jahr hatte
ihn die TU München anlässlich des Dies academicus 2004 mit der Heinz
Meier Leibniz-Medaille für sein richtungsweisendes wissenschaftliches
Werk ausgezeichnet. Herrmann sieht in der Verleihung des
Beckurts-Preises an Skerra auch eine Bestätigung dafür, dass die
Hochschule mit ihrem tiefgreifenden Umbau des Lehr- und
Forschungsstandorts Weihenstephan auf genau dem richtigen Weg sei. "Skerra
ist einer der Leistungsträger dieser Erneuerung, die der
Grundlagenforschung besonderes Gewicht verleiht aber auch die
Anwendungsperspektiven nicht aus dem Auge verliert." Skerra sei nicht
nur ein begabter Wissenschaftler und beliebter Hochschullehrer,
sondern habe mit der Gründung der Firma PIERIS Proteolab AG auch Sinn
für die künftigen biomedizinischen Anwendungen seiner Entdeckungen
gezeigt.
Die PIERIS Proteolab AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das
sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Anticalinen für die
Therapie insbesondere von Krebs- und Herz/Kreislauf-Erkrankungen
spezialisiert hat. PIERIS setzt die Anticalin-Technologie mit dem Ziel
ein, sowohl durch eigene Entwicklungen als auch durch Kooperationen
mit Pharmaunternehmen ein umfassendes Produkt-Portfolio zu generieren.
PIERIS hat ihren Sitz im Gründerzentrum Weihenstephan, das aus Mitteln
der "Offensive Zukunft Bayern" und mit besonderer Unterstützung des
damaligen Wirtschaftsministers Dr. Otto Wiesheu errichtet wurde, um
Ausgründungen aus der Universität zu erleichtern. Auch diese Vision
habe sich am Beispiel des Beckurts-Preisträgers Prof. Skerra als
richtig erwiesen, so Herrmann.
Die Karl Heinz Beckurts-Stiftung vergibt seit 1989 jährlich bis zu
drei mit 30.000 Euro dotierte Preise, um herausragende
wissenschaftliche und technische Leistungen zu würdigen, von denen
erkennbare und von den Preisträgern geförderte Impulse für
industrielle Innovationen in Deutschland ausgehen. Von den bisherigen
Preisträgern kamen - neben Skerra - bereits vier aus der TU München:
Prof. Dr. Markus Amann (Fakultät für Physik, Walter Schottky
Institut), Prof. Dr. Günter Kappler (Fakultät für Maschinenwesen),
Prof. Dr. Gerd Hirzinger (Fakultät für Informatik) und Prof. Dr.
Karl-Heinz Hoffmann (Fakultät für Mathematik).
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