Chemie "kurz notiert" - Februar
2005 Kurzmitteilungen in Sachen "Chemie" - Direktverweise auf die
Informationsanbieter
Dioxin in Freilandeiern
Seit Januar 2005 gilt der EU-Grenzwert für Eier von drei Pikogramm (Billionstel
Gramm) Dioxin pro Gramm Fett auch für Freilandeier. Dieser Wert war
die Medien hatten darüber vor kurzem ausführlich berichtet
bei einzelnen Eiern aus Freilandhaltung in mehreren Bundesländern
überschritten worden. Um ihn einzuhalten, muss die Dioxinbelastung der
Böden weiter verringert werden. Das krebserregende Dioxin entsteht
durch Verbrennungsprozesse in Anwesenheit von Chlor und gelangt über
die Luft in den Boden.
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Sie weiter, Quelle: UBA]
Thermische Klärschlammentsorgung in Zukunft
wichtiger Im Jahr 2001
landeten rund sieben Prozent der kommunalen Klärschlämme auf Deponien.
Ab 1. Juni 2005 ist dieser Entsorgungsweg nicht mehr zulässig, weil
die Zuordnungskriterien der Abfallablagerungs- und der
Deponieverordnung einzuhalten sind. Weiter wurden 2001 rund 58 Prozent
des Klärschlamms auf Böden verwertet. Dieser Anteil wird in den
kommenden Jahren zurückgehen, da die Qualitätsanforderungen
(Schadstoffgehalte) an stofflich zu verwertende Klärschlämme steigen
werden. Das Verbrennen des Klärschlamms wird künftig an Bedeutung
gewinnen. Eine UBA-Broschüre gibt die aktuelle Situation der
thermischen Klärschlammentsorgung wieder.
Messunsicherheit und
Kontrolle von Grenzwerten Aufgabe der
Umweltanalytik ist zu überprüfen, ob Grenzwerte eingehalten oder
überschritten werden. Was ist aber, wenn die Messunsicherheit, mit der
alle Analysenergebnisse behaftet sind, eine eindeutige Aussage nicht
zulässt? Als Ergebnis einer langen und kontroversen Diskussion in der
Arbeitsgruppe Analytik im Umweltschutz der Gesellschaft Deutscher
Chemiker liegt ein Beitrag vor, der zeigt, wie die Messunsicherheit
von Analysenergebnissen bei der Kontrolle von Grenzwerten
berücksichtigt werden sollte.
Screening Tool zur Bestimmung der Umweltexposition entwickelt Das UBA hat in Zusammenarbeit
mit Herstellern und Anwendern von Textilhilfsmitteln sowie deren
Verbänden den Prototyp einer Software entwickelt, die eine
Registrierung gemäß dem Entwurf zur neuen europäischen
Chemikalienpolitik unterstützen könnte. Das Tool ist auch für andere
Branchen nutzbar. Die Ergebnisse werden in den
REACH-Implementierungsprozess der EU eingebracht.
Machbarkeitsstudie für neue Umweltzeichen nach DIN EN ISO 14024 zu
ausgewählten Produktgruppen. Teilvorhaben 3: Biozidfreie
Antifouling-Produkte In Vorbereitung für die Vergabe eines
Umweltzeichens wurden Kriterien für den Ausschluss gefährlicher Stoffe
und für den Nachweis der Wirksamkeit für Biozidfreie Produkte
erarbeitet und über das Internet des UBA der Öffentlichkeit zur
Diskussion gestellt. Die Entscheidung über ein Umweltzeichen ist offen.