Chemie

 

 ChemLin Startseite

 Index Chemie

 

 


 Chemie A bis Z

 News

  Letzte News

  News Archiv

  Termine, Veranstaltungen

  Neu in ChemLin

  Pressemitteilung publizieren

  News in English

 

  Chemistry News Feeds RSS

 Marktplatz

 Chemikalien

 Jobbörse

 Bestellservice

 ChemLin-Inside


 © 2006 ChemLin



Worldwide Conferences, Exhibitions and Trade Fairs



Historische Stätten der Chemie: Hans Meerwein - Starchemiker im Abseits


Mit Festvorträgen und der Enthüllung einer Gedenktafel werden am 15. September 2006 an der Philipps-Universität Marburg die bedeutenden Arbeiten des Chemikers Professor Dr. Hans Meerwein (1879 bis 1965) gewürdigt. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) nimmt seine Wirkungsstätte, das Alte Chemische Institut, in ihr Programm "Historische Stätten der Chemie" auf, mit dem sie das kulturelle Erbe der Chemie wach halten und die Chemie und ihre historischen Wurzeln stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken will.

Von 1929 bis 1952 war Hans Meerwein Direktor des chemischen Instituts der Universität Marburg, in dem er auch als Emeritus noch bis 1965 wissenschaftlich arbeitete. Er führte hier grundlegende Arbeiten zur synthetischen und mechanistischen organischen Chemie durch und entdeckte die Carbenium-Ionen, was wegweisend für das Verständnis vieler organisch-chemischer Reaktionen war. Viele von ihm untersuchte Reaktionen tragen heute seinen Namen. Doch in der Öffentlichkeit wurde er nur wenig bekannt. Er war ein Starchemiker im Abseits. Das Alte Chemische Institut in der Bahnhofstraße 7 beherbergte auch einige spätere Chemie-Nobelpreisträger als Studenten und junge Wissenschaftler, nämlich Hans Fischer, Adolf Butenandt, Otto Hahn, Karl Ziegler und Georg Wittig.

Meerwein wurde 1879 in Hamburg geboren. Seine Chemiestudien begann er 1898 an der Chemieschule Fresenius in Wiesbaden und führte sie an der Universität Bonn fort. Dort wurde er promoviert und habilitierte er sich. 1914 wurde er dort Titularprofessor und 1922 schließlich außerordentlicher Professor. Im selben Jahr nahm er den Ruf als ordentlicher Professor nach Königsberg an. 1929 schließlich wurde er Nachfolger von Karl von Auwers in Marburg. 1945 wurde das Chemische Institut in Marburg durch einen Bombenangriff weitgehend zerstört. Meerwein verlor damit auch seine Dienstwohnung im Institut und seine gesamte Habe, darunter alle wissenschaftlichen Aufzeichnungen und seine Privatbibliothek. Der Neubau an gleicher Stelle wurde erst nach seiner Emeritierung 1953 eingeweiht. Nicht nur die Universität Marburg verlieh ihm den Ehrendoktortitel, sondern auch Heidelberg, Darmstadt, Bonn und München - und darüber hinaus erhielt er noch viele weitere Auszeichnungen.

Über Meerweins Leben und Wirken informiert eine von der GDCh und dem Fachbereich Chemie der Universität Marburg herausgegebene Broschüre. Sie kann in der GDCh-Geschäftsstelle, angefordert werden:


Quellen und weitere Informationen:

-

Publiziert am 23.08.2006

-

Mitteilung der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

-

Flyer: Historische Stätten der Chemie - Hans Meerwein

 


-

Meerwein-Ponndorf-Verley-Reduktion

 


 

Weitere Informationen über:

-

Chemiker (Biographien)

-

Kostenlos Pressemitteilungen und Produktneuheiten publizieren

 


 

IDW - Informationsdienst Wissenschaften



© 1996 - 2006 ChemLin, aktualisiert am 04. Januar 2013


 [ Chemie ] [ Kontakt ] [ Index ] [ Seite anmelden ] [ English Version ]