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"Magnotosomen-basierte Nukleinsäureseparation
bedeutet einen Quantensprung in Punkto Nukleinsäurequalität bei
Hochdurchsatzverfahren", so der Technische Direktor der Bremer Molzym
GmbH, Prof. M. Lorenz. Auf dem Weg zur Entwicklung solcher Verfahren
erhält ein neu gegründetes Konsortium nun eine F&E-Förderung im Rahmen
der Inititive "Nanotechnologie" des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF). Für das Entwicklungsprojekt zur Anwendung von
bakteriell erzeugten magnetischen Nanopartikeln haben sich die Chimera
Biotec GmbH, Dortmund, die Molzym GmbH & Co. KG, Bremen, das
Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie, Bremen sowie die
Universität Dortmund zu einem Konsortium zusammengeschlossen.
Die Ziele dieses Projektes liegen in der
Herstellung halbsynthetischer biogener Magnet-Nanopartikel und deren
Anwendungen in analytischen und präparativen Methoden. Durch die
Kombination biotechnischer und chemischer Verfahren werden bakterielle
Magnetosomen-Konjugate entwickelt, um sie für kommerzielle Anwendungen
im Bereich der Mikroarray-Technologie sowie in der Magnet-Separation
einzusetzen. Damit dient das Projekt nicht nur dem Erkenntnisgewinn
über grundlegende Aspekte der nachhaltigen biotechnischen Produktion
und den Materialeigenschaften biomolekular funktionalisierter
Nanopartikel, sondern schwerpunktmäßig der Entwicklung neuartiger
innovativer Produkte für die Bioanalytik, wie zum Beispiel Reagenzien
die bei diagnostischen Verfahren für den Nachweis von Krankheiten zum
Einsatz kommen.
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Magnet-Nanopartikel unter dem Mikroskop
[ © MPI
Bremen ] |
"Wir sehen in der Magneto-Nanobiotechlogie sehr
vielversprechende Möglichkeiten für Separation und Analytik", so Dr.
Dirk Schüler vom MPI Bremen. Zur Realisierung der Projektziele hat
sich ein interdisziplinärer Verbund von Forschungspartnern
zusammengefunden. Dieser besteht aus der am Max-Planck-Institut Bremen
angesiedelten Arbeitsgruppe "Magnetotaktische Bakterien", die über das
Schlüssel-Know-how zur bakteriellen Herstellung der
Magnet-Nanopartikel verfügt, dem Lehrstuhl für "Biologisch-Chemische
Mikrostrukturtechnik" der Universität Dortmund, der hierzu
entsprechendes Know-How auf dem Gebiet der chemischen Synthese
funktionaler Biokonjugate und deren Selbstorganisation einbringen wird
sowie der Chimera Biotec GmbH, die zwei ihrer Plattformtechnologien,
die DNA-vermittelte Immobilisierung sowie die ultrasensitive
Immuno-PCR-Analytik mit Magnetosomen enthaltenen Kit-Produkten
erweitern und diese auch wirtschaftlich vermarkten möchte. Zudem wird
die Firma Molzym GmbH & Co. KG die Nanopartikelmagnet-Separation in
die Produktentwicklung hocheffizienter Nukleinsäurereinigungsverfahren
einbringen, damit schwer zu diagnostizierende Krankheiten künftig
besser erkannt werden können. |